Wirt­schaft & Europa

Die alten, großen Indus­trien scheinen der Vergan­gen­heit anzu­ge­hören, den kleinen, inno­va­tiven Unter­nehmen die Zukunft zu gehören. Aber auch die Indus­trie kann bestehen, wenn sie – z.B. mit klima­neu­tralem Stahl – die Zeichen der Zeit erkennt. Die vernetze, euro­päi­sche Wirt­schaft stärkt uns alle und die euro­päi­schen Förder­gelder die ganze Metro­pole Ruhr.

Unsere Posi­tionen zu Wirt­schaft & Europa

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Nach­hal­tige Wirt­schafts­för­de­rung ist inter­na­tional und vernetzt

Die Folgen der Corona-Krise haben die Wirt­schaft sehr hart getroffen und nach Über­win­dung der Krise wird vieles im Vergleich zu vorher verän­dert sein. So werden die neuen digi­talen Formen der Zusam­men­ar­beit sicher­lich weiterhin selbst­ver­ständ­li­cher genutzt werden als vor der Krise. Trotz aller berech­tigter Sorgen können die guten Zahlen der Ruhr­wirt­schaft aus 2019 aber auch Mut machen. Die Erfolge der letzten Jahre können die Grund­lage dafür sein, dass die Wirt­schaft in der Nach-Corona-Zeit in die Erfolgs­spur zurück­finden kann. Denn die Wirt­schaft in der Metro­pol­re­gion Ruhr hat sich gewan­delt. Die durch Kohle und Stahl geprägte Region hat sich in weiten Teilen neu ausge­richtet. Aktu­elle Analysen zeigen, dass sich die Wirt­schaft auf einem guten Weg befindet und dabei ist, sich breiter und damit krisen­fester aufzu­stellen. In Berei­chen wie Green­tech, Cyber­Se­cu­rity oder Ressour­cen­ef­fi­zienz werden schon heute Spit­zen­plätze belegt. Ein weiterer Ausbau dieser Märkte kann durch inten­sive regio­nale Koope­ra­tion geför­dert werden. Neben den tradi­tio­nellen Aufgaben, wie Flächen­be­reit­stel­lung oder Ansied­lungs­be­treuung, müssen neue Aufgaben, wie Netz­werk­ma­nage­ment oder wissens­ba­sierte Dienst­leis­tungen, in die Arbeit der Wirt­schafts­för­de­rung inte­griert werden. Der Transfer von Know-How aus der Hoch­schul­land­schaft in die Wirt­schaft muss regional ausge­baut und verdichtet werden, damit auch die Unter­nehmen in den Städten, in denen sich kein Hoch­schul­standort befindet oder in denen der ansäs­sigen Hoch­schule die passende Fach­rich­tung fehlt, von den Wachs­tums­im­pulsen, die mit den Inves­ti­tionen in Forschung und Lehre verbunden sind, ideal profi­tieren können. Wir werden uns als GRÜNE daher dafür einsetzen, dass eine vor allem vernet­zende Wirt­schafts­för­de­rung zur Kern­auf­gabe intel­li­genter Regio­nal­po­litik wird.
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Krea­tiv­wirt­schaft stark machen

In der Krea­tiv­wirt­schaft liegen große Poten­ziale für unsere Region. Wir wollen, dass sich der Regio­nal­ver­band Ruhr für Mikro­kre­dite von Krea­tiv­schaf­fenden bei den örtli­chen Spar­kassen stark macht und Co-Working-Spaces zur Verfü­gung stellt.
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Grüne Tech­no­lo­gien – Hotspot in NRW sichtbar machen

Die Metro­pole Ruhr ist das Zentrum der Umwelt­wirt­schaft in NRW. Eine Studie beschei­nigt der Region eine breite Tech­no­logie- und Anwen­dungs­struktur. Darüber hinaus ist diese Dichte aus Wissen­schaft, Wirt­schaft und Anwen­dungen die Basis für die Grün­dung von Start-ups in den Teil­märkten der Umwelt­wirt­schaft. Hier muss die Wirt­schafts­för­de­rungs­ge­sell­schaft des RVR (aktuell sit das die BMR) weiterhin eine wich­tige Rolle einnehmen.
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EU-Förder­pe­riode 2021–2027 für ein grünes und gerechtes Ruhr­ge­biet nutzen

Schon jetzt profi­tiert das Ruhr­ge­biet von Europa. Durch den Euro­päi­schen Fonds für regio­nale Entwick­lung (EFRE) in Nord­rhein-West­falen werden auch in unserer Region diverse Projekte, beispiels­weise in der Wasser­wirt­schaft, geför­dert. 2021 beginnt eine neue Förder­pe­riode dieses Fonds. Uns ist wichtig, dass in Zukunft auch Vorhaben zum Ausbau der biolo­gi­schen Viel­falt und zur Stär­kung der grünen Infra­struktur von den Förder­mit­teln profi­tieren. Dafür soll sich der Regio­nal­ver­band Ruhr in Nord­rhein-West­falen einsetzen. Ebenso steht der Metro­pole Ruhr der Euro­päi­sche Hilfs­fonds für die am stärksten benach­tei­ligten Personen (EHAP) zur Verfü­gung. Hier­durch werden beispiels­weise Maßnahmen zur sozialen Einglie­de­rungs­hilfe unter­stützt. Der Regio­nal­ver­band Ruhr soll sich hier, wo möglich, für einen einfa­chen und unbü­ro­kra­ti­schen Zugang stark machen.
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Gemein­same Flächen­po­litik voranbringen

Gewer­be­flä­chen müssen intel­li­gent gema­nagt werden. So kann aus grüner Sicht durch die Ansied­lung wissen­schaft­li­cher Insti­tute gleich­zeitig eine Grün­dungs­of­fen­sive in unmit­tel­barer Nähe gestartet werden oder bereits vorhan­dene starke und erfolg­reiche Verbünde (Cluster) in den wich­tigen Leit­märkten wie Gesund­heits­wirt­schaft oder Digi­tale Kommu­ni­ka­tion gestärkt werden. Leit­ge­danke einer gemein­samen Flächen­po­litik muss der Brach- und Altlas­ten­flä­chen­nut­zung den Vorrang einräumen und den Verbrauch von Grün- oder land­wirt­schaft­lich genutzten Flächen vermeiden. Als GRÜNE werden wir darauf dringen, dass die gemein­same Nutzung der Koope­ra­ti­ons­stand­orte durch die Mitglieds­kom­munen im Sinne der Flächen­scho­nung ein Erfolg wird.

Ruhr Tourismus

Die Ruhr Tourismus GmbH (RTG) kümmert sich um eine gemein­sames Regio­nal­profil. Die Metro­pole Ruhr hat viele touris­ti­sche High­lights. Von der Indus­trie­kultur, über Rad- und Fußwan­de­rungen bis hin zu Graf­fiti in den Cities. Die RTG fungiert auch als Reiseveranstalterin.

Arbeits­kreis Europa

Der Arbeits­kreis Europa ist ange­dockt an den Wirt­schaft­aus­schuss. Das liegt haupt­säch­lich daran, dass der AK sich intensiv mit den Förder­pro­grammen der EU beschäf­tigt. Darüber hinaus werden hier auch auch Regionspartner*innenschaften disku­tiert und sich mit den Europa-Beauf­tragten der Kommunen augestauscht.