Gemeinsam aufblühen

Mit GRÜN ins Ruhr­ge­biet von Morgen.

 

Liebe Wähle­rinnen und Wähler,

unser Ruhr­ge­biet ist mehr als eine Ansamm­lung von Städten – es ist eine Gemein­schaft von mehr als 5 Millionen Menschen in 53 Kommunen. Unsere Grenzen verlaufen oft nur entlang kleiner Stra­ßen­schilder, doch unsere Verbin­dungen sind stark. Wir leben und arbeiten gemeinsam.

Ob Ihr Euch in einem Stadt­teil, einer Stadt oder im ganzen Ruhr­ge­biet zu Hause fühlt: Wir Grüne sorgen dafür, dass der Regio­nal­ver­band Ruhr dafür arbeitet, das tägliche Leben zu verbes­sern. Das Ruhr­ge­biet hat eine der dich­testen Bildungs- und Hoch­schul­land­schaften, einen starken indus­tri­ellen Kern und eine offene Will­kom­mens­kultur. Wir wollen diese Stärken nutzen, um Heraus­for­de­rungen wie Kinder­armut, die Abwan­de­rung junger Fami­lien und den Struk­tur­wandel zu meis­tern. Wir wollen dafür sorgen, dass die Stimme der Menschen im Ruhr­ge­biet in einer starken Verbands­ver­samm­lung Gehör findet.

Die vergan­genen Jahre haben gezeigt: SPD und CDU setzen auf die Antworten von gestern, statt zukunfts­ori­en­tiert zu inves­tieren. Viel zu oft wurde das Tren­nende betont, statt die gemein­samen Stärken auszu­bauen. Wir Grüne sind bereit, Verant­wor­tung zu über­nehmen, um die Poten­ziale des Ruhr­ge­biets frei­zu­setzen. Unser Programm bietet dafür Konzepte, die gemeinsam mit Euch weiter­ent­wi­ckelt werden können:

  • Bessere Mobi­lität: Moderne Bahnen, sichere Radwege und kluge Planung statt gnaden­loser Autobahnausbau.
  • Grüne Wirt­schaft: Arbeits­plätze sichern, nach­hal­tige Tech­no­lo­gien fördern und Wert­schöp­fung vor Ort erhalten.
  • Starker Zusam­men­halt: Inves­ti­tionen in Bildung, Kultur und das Gemein­wesen, um unsere Viel­falt zu stärken.
  • Bildung, und zwar lebens­be­glei­tend und in allen Phasen, ist eine wich­tige Ressource und ein Beitrag zur Lösung der gesamt­ge­sell­schaft­li­chen Heraus­for­de­rungen und Probleme.

Wir freuen uns, mit Euch ins Gespräch zu kommen. Eure Fragen, Anre­gungen und Kritik werden uns ein Ansporn sein, denn dein tägli­ches Leben zu verbes­sern, ist unser Auftrag im Ruhrparlament!

Eure Grünen Spitzenkandidat*innen für die Wahl des Ruhrparlamentes 

Sabine von der Beck & Patrick Voss

 

1. Für eine attrak­tive Metro­pole, die einfach funktioniert

Ausfal­lende Bahnen, unzu­rei­chende Radwege und Staus bestimmen viel zu oft den Alltag. Es wird Zeit, dass wir unsere dichte Vernet­zung zum Stand­ort­vor­teil machen und eine Mobi­lität ermög­li­chen, die Paris, London und Wien als Ansporn nimmt. Da das Ruhr­ge­biet nicht eines, sondern viele Zentren hat, schaffen wir viele Zentren der Mobi­lität. Mit einer nach­hal­tigen Planungs­po­litik sorgen wir für eine gute Zukunft für das Ruhr­ge­biet und zünden den Turbo für die erneu­er­baren Energien.

Unsere Ziele:

  •     15-Minuten-Takt auf allen S‑Bahn-Linien: Ausbau des Netzes mit besseren Anbin­dungen. Verdop­pe­lung der S‑Bahnhöfe, Ausbau der Bahnstrecken.
  •     2000 Kilo­meter regio­nale Radwege: Alltags­taug­liche Verbin­dungen schnell umsetzen.
  •     Einheit­liche Verkehrs­pla­nung: Planung und Betrieb von Bus und Bahn über Stadt­grenzen hinweg.
  •     Stopp des Auto­bahn­aus­baus: Gelder in bessere Mobi­lität inves­tieren, um den Stau zu stoppen.
  •     Metro­polrad Ruhr: Flächen­de­ckend, flexibel und gratis bei Nutzung des Deutschland-Tickets.
  •     Kein Flächen­ver­brauch mehr bis 2030: Sinn­voll planen und unsere Frei­flä­chen als Stand­ort­vor­teil erhalten.

Leis­tungs­fä­higes und metro­po­len­ge­rechtes (S-)Bahn-Netz

Eine Verdop­pe­lung der S‑Bahn-Stationen im Ruhr­ge­biet und 15-Minuten-Takt auf allen S‑Bahn-Linien statt langem Warten auf den Neben­stre­cken: Mit unserem Konzept “S‑Bahn 2.0” haben wir im Ruhr­par­la­ment bereits darge­stellt, wie der Bahn­ver­kehr der Zukunft im Ruhr­ge­biet aussehen kann und welche Vorteile sich daraus ergeben. Wir setzen uns ein für ein S‑Bahn-Netz, das für Euch zuver­lässig und schnell funk­tio­niert. Der Ausbau des Schie­nen­netzes im Ruhr­ge­biet hat für uns oberste Priorität.

Wir machen uns bei Bund und Land dafür stark, dass alle Städte im Ruhr­ge­biet wieder an die Schiene ange­bunden werden.

Busse und Bahnen über Stadt­grenzen planen: Ein Netz, eine Metropole. 

Deine Nahver­kehrs-Verbin­dungen von Tür zu Tür inter­es­siert sich nicht für Stadt­grenzen. Darum bringen wir einen regio­nalen Nahver­kehrs­plan auf den Weg und wollen beim Regio­nal­ver­band Ruhr unsere Busse und Bahnen aus einer Hand planen. Unser Ziel ist, dass bis 2035 drei Viertel aller Tür-Zu-Tür-Verbin­dungen in unter 90 Minuten und die Hälfte in unter 60 Minuten erreicht werden.

Außerdem sollten im Nacht­ver­kehr Busse und Bahnen aufein­ander abge­stimmt werden, damit auch an Werk­tagen alle wich­tigen Ziele durchweg mit dem Nahver­kehr erreichbar sind. Der Regio­nal­ver­band Ruhr soll für das Ruhr­ge­biet einen Master­plan Nacht­ver­kehr erarbeiten.

Endlich mehr Tempo bei Radwegen

Wir wollen, dass Ihr im Ruhr­ge­biet sicher und schnell mit dem Fahrrad voran­kommen könnt. Insge­samt sind fast 2.000 Kilo­meter alltags­taug­liche regio­nale Radver­bin­dungen im Ruhr­ge­biet geplant, die inner­städ­ti­sche Radwege sinn­voll unter­ein­ander verbinden sollen. Wir Grüne drängen beim Land NRW darauf, dass die Radschnell­wege schneller geplant und gebaut werden und sich die Planungs­ver­fahren deut­lich vereinfachen.

Im Regio­nal­ver­band Ruhr selbst sollen mehr Geld und mehr Personal dafür sorgen, dass weitere Frei­zeit- und Alltags­rad­wege schnell reali­siert werden können. Für uns Grüne gelten dabei breite, asphal­tierte und beleuch­tete Radwege als regio­naler Stan­dard. Alle Radwege im Ruhr­ge­biet sollen die gleiche, hohe Qualität haben.

Wir Grüne fordern die gemein­same Planung und den Bau von Radwegen. Dazu wird eine Infra­struk­tur­ge­sell­schaft gegründet. Wir Grüne wollen, dass sie auch weitere Infra­struk­tur­pro­jekte im Auftrag der Kommunen übernimmt.

Metro­polrad Ruhr im gesamten Ruhrgebiet

Damit Ihr einfach von der Halte­stelle ans Ziel kommt, stärken wir das Metro­pol­rad­ruhr. An allen wich­tigen Bahn­höfen, Stadt- und Stra­ßen­bahn­sta­tionen sowie wich­tigen Buskno­ten­punkten und anderen Verknüp­fungs­punkten sollen Leih­rad­sta­tionen entstehen. Wir streben an, das Leih­rad­system im gesamten Ruhr­ge­biet zur Verfü­gung zu stellen und in das Deutsch­land-Ticket zu inte­grieren, damit überall eine unkom­pli­zierte Nutzung der Leih­räder möglich ist.

Metro­pole Ruhr auf der Schiene mit Deutsch­land und Europa vernetzen

Damit das Ruhr­ge­biet nicht nur mit dem Nahver­kehr gut erreichbar ist, sondern auch aus benach­barten Regionen in Deutsch­land und dem Ausland, verlangen wir Grünen eine schnelle und umfas­sende Reali­sie­rung aller Fern­ver­kehrs­pro­jekte aus dem soge­nannten Deutsch­land-Takt. Wir wollen das Ruhr­ge­biet schneller an Berlin und Hamburg anbinden und drängen deshalb auf den Ausbau der ICE-Stre­cken zwischen Biele­feld und Hannover sowie Lünen und Münster.

Im boomenden Nacht­zug­ver­kehr darf das Ruhr­ge­biet nicht über­sehen werden. Inner­deut­sche, aber auch inter­na­tio­nale Nacht­zug­ver­bin­dungen bieten großes Poten­zial in der Metro­pole Ruhr.

Parken regional abstimmen

Wie wir mit dem ruhenden Verkehr umgehen, ist ein zentraler Punkt der Mobi­li­täts­wende. Eine regional abge­stimmte Stra­tegie beim Umgang mit Park­raum ist wichtig, damit sich die Städte bei den Park­ge­bühren nicht gegen­seitig unter­bieten und die Park­raum­be­wirt­schaf­tung eine Lenkungs­wir­kung entfaltet. Wir Grüne enga­gieren uns deshalb für ein regio­nales Park­raum­ma­nage­ment, das zu einer nach­hal­tigen Verrin­ge­rung des Auto­ver­kehrs in den Innen­städten führt. Dazu gehören einheit­lich gestaf­felte Parktarife für das gesamte Ruhr­ge­biet sowie die Inves­ti­tion dieser Einnahmen in den Nahverkehr.

Keine neuen Autobahnen

Wir Grüne setzen uns bei der Bundes­re­gie­rung dafür ein, dass grund­sätz­lich alle neuen Auto­bahn­bauten oder ‑ausbauten gestoppt werden. Die für neue Auto­bahnen geplanten Inves­ti­tionen sollen statt­dessen in die Sanie­rung der Straßen und Brücken sowie in Ihre Zukunft fließen: In den Ausbau des Nahver­kehrs und der Radwege.

Auswir­kung des Klima­wan­dels als zentrales Krite­rium für Planung

Der Regio­nal­ver­band Ruhr erstellt den Regio­nal­plan für uns alle. Ein Plan für die Zukunft funk­tio­niert nur mit Verant­wor­tung für die Zukunft. Wir setzen uns deshalb dafür ein, dass wir mit unserer Flächen­pla­nung einen Beitrag zur Einhal­tung der Pariser Klima­ziele leisten.

Nicht nur die Einhal­tung der Klima­ziele ist wichtig, sondern auch die Vorbe­rei­tung auf die Auswir­kungen des Klima­wan­dels. Anpas­sungen an das neue Klima und an Wetter­ex­treme werden in der Regional- und Stadt­pla­nung immer wich­tiger. Wir wollen, dass Ihnen im gesamten Ruhr­ge­biet neue Hitze­inseln in dicht bebauten Berei­chen zur Verfü­gung stehen sowie Grün­züge, Wälder und Frei­räume als Frisch­luft­schneisen und Kalt­luft­ent­ste­hungs­ge­biete geschützt bleiben. Kleinen und großen Flüssen muss mehr Raum gegeben werden, damit Stark­re­gen­er­eig­nisse und Hoch­wasser weniger schlimme Folgen haben.

Netto-Null Flächen­ver­brauch bis 2030

Um die bestehenden Frei­räume zu schützen, spielt die Umnut­zung von Brach­flä­chen im Ruhr­ge­biet eine große Rolle. Wir wollen daher, dass alte Zechen­ge­lände oder Kraft­werks­stand­orte schnellst­mög­lich einer neuen Nutzung zuge­führt werden. Dazu wird ein Flächen­ent­wick­lungs­fonds gegründet, der belas­tete Flächen saniert und schnell einer neuen Nutzung zuführen soll. Für den Mittel­stand braucht es ausrei­chend geeig­nete und klein­tei­lige Flächen, damit mittel­stän­di­sche Unter­nehmen weiter im Ruhr­ge­biet produ­zieren können.

 

 

2. Für eine starke Metro­pole Ruhr, die Wohl­stand für alle schafft

Eure Arbeit trägt dazu bei, dass unser Ruhr­ge­biet bis heute ein Rück­grat der deut­schen und euro­päi­schen Wirt­schaft ist. Struk­tur­brüche haben wir gemeis­tert wie keine andere Region. Wir wollen diese Stärke nutzen, um eine klima­neu­trale Trans­for­ma­tion zu schaffen und dabei Arbeits­plätze und Wohl­stand zu sichern. Auch neue Stärken der regio­nalen Wirt­schaft, etwa im Dienst­leis­tungs­sektor und in wissens­ba­sierten Bran­chen, wie der Gesund­heits­wirt­schaft oder der IT, wollen wir festigen.

Unsere Ziele:

  •     Wasser­stoff­tech­no­lo­gien ausbauen: Das Ruhr­ge­biet wird Vorreiter für grüne Industrie.
  •     Hand­werk stärken: Klimafit-Programme fördern Betriebe in ihrer klima­neu­tralen Ausrichtung.
  •     Fach­kräf­te­mangel bekämpfen: Mobi­lität und Wohn­mög­lich­keiten für Azubis verbes­sern – bessere Chancen auf Bildungs­ge­rech­tig­keit ab der Kita.
  •     Wissen­schaft und Wirt­schaft vernetzen: Start-ups und neue Tech­no­lo­gien fördern.
  •     Euro­päi­sche Koope­ra­tion: Das Euro­pa­büro in Brüssel stärken, damit wir eigen­ständig unsere regio­nalen Inter­essen vertreten und EU-Förder­mittel sichern können.

Mit Wasser­stoff die klima­neu­trale Trans­for­ma­tion schaffen

Wir Grünen wollen, dass unser Stand­ort­vor­teil im Ruhr­ge­biet ausge­spielt wird: Mit grünem Wasser­stoff wird unsere Indus­trie fit für die Zukunft gemacht. Grüner Wasser­stoff kann aus Wind­energie oder Solar­energie gewonnen werden, insbe­son­dere da, wo Über­schüsse vorhanden sind. Wir besitzen das dich­teste Pipe­line­netz in Deutsch­land und bündeln große Wasser­stoff­kom­pe­tenz. Der Bau neuer Wasser­stoff­lei­tungen soll schnell geplant und umge­setzt werden. So machen wir unsere Indus­trie fit für die Zukunft. Grüner Wasser­stoff ist ein kost­bares Gut und bisher noch wenig vorhanden. Er soll daher für die ener­gie­in­ten­sive Indus­trie vorbe­halten bleiben, zum Beispiel für Prozesse, die hohe Tempe­ra­turen erfor­dern (z.B. Stahl­in­dus­trie). Eine Verwen­dung von Wasser­stoff als Heiz­energie ist unrentabel.

Hand­werk und Klima­schutz Hand in Hand

Mit dem Programm Klimafit Ruhr arbeiten der Regio­nal­ver­band und das mittel­stän­di­sche Hand­werk an der Klima­neu­tra­lität des Ruhr­ge­biets bis zum Jahr 2045. Wir Grüne wollen diese Zusam­men­ar­beit inten­si­vieren und das Hand­werk, unter anderem durch den Ausbau der Solar­energie, unter­stützen. Dadurch profi­tieren Klima und Hand­werk gleichermaßen.

Azubis in den Blick nehmen

Der Fach­kräf­te­mangel im Ruhr­ge­biet betrifft viele Bran­chen und beschränkt sich nicht nur auf Akademiker*innen: auch Auszu­bil­dende in Hand­werk und Verwal­tung werden drin­gend gebraucht und die duale Bildung ist dabei eine wich­tige Säule. Wir Grüne setzen uns dafür ein, dass die Wohn­mög­lich­keiten und Anbin­dungen im ÖPNV für Azubis verbes­sert werden. Der Regio­nal­ver­band Ruhr muss seine Bemü­hungen verstärken, die Region attrak­tiver für Azubis zu machen.

Fach­kräfte gewinnen, Viel­falt stärken

Wir Grüne setzen uns dafür ein, dass Menschen auch ohne Schul­ab­schluss in den Arbeits­markt inte­griert werden können. Außerdem müssen die Rahmen­be­din­gungen für auslän­di­sche Fach­kräfte weiter verbes­sert werden, etwa durch eine schnel­lere Aner­ken­nung von Berufs­ab­schlüssen und gezielte Sprach­för­de­rung. Durch die Platt­form welcome​.ruhr werden bereits viele Infor­ma­tionen für Menschen, die aus dem Ausland in die Metro­pole kommen, gebün­delt. Wir wollen welcome​.ruhr konti­nu­ier­lich verbes­sern, damit auslän­di­sche Arbeits­kräfte sich hier wohl fühlen und auch hier bleiben wollen.

Die Metro­pole Ruhr in der Welt

Um einen engen Austausch mit anderen Regionen bemüht sich der Regio­nal­ver­band schon länger, u.a. mit der Region Ober­schle­sien in Polen sowie Greater Manchester in Groß­bri­tan­nien. Durch diese Zusam­men­ar­beit können unter­schied­liche Regionen mit ähnli­chen Heraus­for­de­rungen vonein­ander lernen. Genauso verhält es sich mit den Städ­te­part­ner­schaften in den 53 Kommunen. An diesen Part­ner­schaften wollen wir fest­halten und sie weiter vertiefen.

Wissen­schaft und Wirt­schaft als Treiber von Innovation

Das Ruhr­ge­biet hat eine sehr hohe Dichte an Hoch­schulen und wissen­schaft­li­chen Einrich­tungen. Doch vielen Menschen in der Region ist das noch nicht bewusst. Deshalb gilt es, dieses Know-how weiter zu fördern und auszu­bauen. Start-ups und gemein­wohl­ori­en­tierte Unter­nehmen brau­chen zudem Planungs­si­cher­heit und Unter­stüt­zung, damit Inno­va­tionen und neue Formen des Wirt­schaf­tens entstehen. Wir Grüne wollen, dass die Wissens­me­tro­pole Ruhr endlich Wirk­lich­keit wird. Der Regio­nal­ver­band und auch die Busi­ness Metro­pole Ruhr fungieren hier als Vernetzer*innen zwischen Wissen­schaft und Wirt­schaft. Dabei ist uns beson­ders wichtig insbe­son­dere die kleinen Gewer­be­trei­benden im Blick zu behalten. Sie sind ein wesent­li­ches Stand­bein der Ruhr­ge­biets­wirt­schaft. Wir setzen uns dafür ein, dass ihrer Stimme mehr Geltung verschafft wird.

Eigen­ständig für Ihre Inter­essen in Europa kämpfen

Viele Projekte im Ruhr­ge­biet werden durch die Euro­päi­sche Union geför­dert. Jedoch gibt es Regionen, die derzeit mehr Einfluss in der EU haben als wir. Wir Grüne wollen eine wirk­same Vertre­tung unserer regio­nalen Inter­essen gegen­über den EU-Insti­tu­tionen, vor allem bei der Gestal­tung von Struktur- und Förder­pro­grammen, von euro­pa­po­li­ti­schen Initia­tiven und regu­la­to­ri­schen Rahmen­set­zungen. Das Ruhr­par­la­ment hat beschlossen, ein Euro­pa­büro in Brüssel zu schaffen. Das ist ein klarer Grüner Erfolg.

Eine Wirt­schafts­ent­wick­lungs­ge­sell­schaft Ruhr

Wir Grüne wollen die bishe­rigen Gesell­schaften Busi­ness Metro­pole Ruhr (BMR) sowie die Ruhr Tourismus GmbH (RTG) zusammen mit der Stand­ort­mar­ke­ting­kam­pagne in einer Gesell­schaft bündeln. Diese soll neben der Wirt­schafts­för­de­rung und touris­ti­schen Fragen auch die Wasser­stoff­ko­or­di­nie­rungs­stelle, das Euro­pa­büro sowie das Marke­ting für Groß­ver­an­stal­tungen im Bereich Kultur und Sport zusammenführen.

 

3. Für eine nach­hal­tige Metro­pole, die grün und lebendig ist

Das Ruhr­ge­biet ist grüner als viele denken. Wir setzen uns dafür ein, unsere Natur zu bewahren und auszu­bauen. Für Dich und für Deine Kinder. Unsere Region soll ein Vorbild für nach­hal­tige Stadt­ent­wick­lung werden.

Unsere Ziele:

  •     Grün­züge ohne Kompro­misse schützen.
  •     Verdop­pe­lung der Natur­wald­flä­chen bis 2035.
  •     Erneu­er­bare Ener­gien ausbauen: Poten­ziale auf Halden, Dächern, in Gewäs­sern und alten Schächten nutzen. Wind­kraft, Solar­energie und Geothermie fördern.
  •     IGA 2027: Die Inter­na­tio­nale Garten­aus­stel­lung nach­haltig gestalten und als Chance nutzen.
  •     Halden und Brach­flä­chen begrünen: Ehema­lige Indus­trie­flä­chen zu grünen Oasen machen und als Naherho­lungs­ge­biete, inklu­sive und nied­rig­schwel­lige Bewe­gungs- und Bildungs­orte weiternutzen.

Grün­züge schützen: Kompro­misslos Grün

Eine heraus­ra­gende, histo­ri­sche Leis­tung der Regio­nal­pla­nung im Ruhr­ge­biet sind die regio­nalen Grün­züge, die teil­weise auch durch die Revier­parks der Region führen. Wir setzen uns für den Erhalt der regio­nalen Grün­züge ein, indem wir sie an Engstellen ausbauen und erweitern.

Mehr Wald und Grün

Der Regio­nal­ver­band ist mit seiner Toch­ter­ge­sell­schaft “Ruhr Grün” der größte kommu­nale Wald­be­sitzer in NRW. Als Grüne arbeiten wir daran, dass die Wälder ökolo­gisch und naturnah bewirt­schaftet werden. Den Anteil der Natur­wald­flä­chen wollen wir schritt­weise erhöhen. Außerdem soll der Wald im Ruhr­ge­biet fit für den Klima­wandel gemacht werden. Bis 2035 wollen wir, dass die Hälfte aller Wald­flä­chen im Ruhr­ge­biet aus Natur­wald besteht.

Das Ruhr­ge­biet blühen lassen – IGA 2027 

Die inter­na­tio­nalen Garten­aus­stel­lung (IGA) 2027 stellt sich unter der Über­schrift „Wie wollen wir morgen leben?“ den globalen Zukunfts­fragen, rückt nach­hal­tige Unter­nehmen, Start-ups und Projektträger*innen ins Rampen­licht und setzt die grünen High­lights des Ruhr­ge­biets in Szene. Wir Grüne setzen alles daran, dass die IGA ein voller Erfolg wird, die Projekte nach­haltig und lang­fristig Wirkung entfalten und die gesamte Region davon profi­tiert, indem auch nach 2027 an die städ­te­bau­li­chen Prozesse ange­knüpft wird.

Halden und Brachen begrünen

Wir Grüne enga­gieren uns dafür, Halden und Brach­flä­chen sinn­voll nach­zu­nutzen und der Bevöl­ke­rung zugäng­lich zu machen. Wir wollen die Anwohner*innen bei der Gestal­tung direkt einbe­ziehen. Durch die ökolo­gi­sche Inwert­set­zung dieser Flächen fördern wir die biolo­gi­sche Viel­falt, schaffen gleich­zeitig außer­schu­li­sche Bildungs­orte und neue Lebens­räume für Pflanzen und Tiere. Wir Grüne wollen diese Flächen ökolo­gisch aufwerten. Damit schaffen wir grüne Oasen in urbanen Räumen, die der Gemein­schaft zugutekommen.

Nach­hal­tig­keit als stra­te­gi­sches Ziel

Die Umset­zung der inter­na­tional verein­barten Nach­hal­tig­keits­ziele ist essen­ziell für die Sicher­stel­lung einer gerechten Zukunft für die Mensch­heit. Es geht dabei sowohl um Umwelt- und Klima­schutz als auch um die Ausrich­tung der regio­nalen Wirt­schaft sowie der gleich­be­rech­tigten sozialen Teil­habe der Menschen in der Region. Eine entspre­chende Bildung ist der Schlüssel zur Umset­zung der Ziele. Wir Grüne sehen die Notwen­dig­keit, das Leit­ziel verbind­lich festzulegen.

Wind­energie und Solar­energie ausbauen

Die erneu­er­baren Ener­gien, allen voran die Wind­energie, sind die Schlüs­sel­tech­no­logie für die Ener­gie­wende. Mit uns Grünen wird das Ruhr­ge­biet seinen Beitrag zum Ausbau der Wind­energie leisten, der den räum­li­chen Voraus­set­zungen des Ballungs­raums entspricht. Um die Strom­preise gering zu halten, ist es wichtig, dass die Strom­pro­duk­tion sich an den Abnehmer*innen und den Verbraucher*innen orien­tiert. Für die 23 Wind­ener­gie­be­reiche, die im Regio­nal­plan Ruhr heraus­ge­ar­beitet wurden, soll der Wind­ener­gie­ausbau nun zügig umge­setzt werden. Wir stehen weiteren Wind­ener­gie­flä­chen positiv gegenüber.

Neben der Wind­energie ist die Solar­energie das zweite wich­tige Stand­bein der Ener­gie­wende. Viele Dächer und Balkone im Ruhr­ge­biet verfügen schon über Photo­vol­taik-Anlagen, was auch auf das Solar­dach­ka­taster und Förder­pro­gramme des RVR zurück­zu­führen ist. Die Förder­pro­gramme zum Ausbau von Photo­vol­taik für Dächer und Balkone sollen fort­ge­setzt werden. Auch rufen wir die Städte dazu auf, städ­ti­sche Gebäude, wie Schulen und Verwal­tungs­ge­bäude mit Photo­vol­taik auszustatten.

Eine Energie- und Abfall­ge­sell­schaft Ruhr 

Unter dem Dach der aktu­ellen Abfall­ge­sell­schaft Ruhr (AGR) schlagen wir Grüne eine Ener­gie­ge­sell­schaft Ruhr vor, die den Ausbau der Wind- und Solar­energie auf Flächen des Regio­nal­ver­bands Ruhr über­nimmt und das Ruhr­ge­biet zum Vorreiter bei den erneu­er­baren Ener­gien und bei Kreis­lauf­wirt­schaft macht. Wir Grüne wollen die AGR als nach­hal­tige Abfall­ge­sell­schaft etablieren. Mehr Maßnahmen zur Abfall­ver­mei­dung, zur Erhö­hung der Recy­cling­quoten und zur Vermin­de­rung der CO2-Emis­sionen sollen dazu beitragen.

Unsere alten Schächte für die Wärme­wende nutzen

Wie wir heizen und warmes Wasser erzeugen, ist eine bedeu­tende Zukunfts­frage, die am besten durch die Zusam­men­ar­beit der Städte im Ruhr­ge­biet gelöst wird. Deshalb setzen wir Grüne uns dafür ein, dass der RVR der Experte für die Wärme­wende wird und die Zusam­men­ar­beit der Städte unter­ein­ander koor­di­niert und mode­riert, damit die Städte mitein­ander planen. Auch bei der Geothermie soll der RVR diese Rolle einnehmen, da das Ruhr­ge­biet durch das warme Wasser aus den alten Zechen hier beson­dere Poten­ziale hat.

„Ruhr.Pott“ – Das Mehrweg-Pfand­system für die Metro­pol­re­gion Ruhr

Ein ressour­cen­scho­nendes Wirt­schaften, das sowohl unseren Alltag berei­chert als auch unsere Zukunft sichert, erfor­dert inno­va­tive Ansätze. Wir werden uns dafür einsetzen, dass im RVR die Einfüh­rung eines ruhr­ge­biets­weiten Mehrweg-Pfand­sys­tems geprüft wird.

 

 

4. Für eine gerechte Metro­pole, die allen eine Chance gibt

Die wich­tigste Ressource für unsere Metro­pole Ruhr ist unsere Soli­da­rität, die wir unseren Kindern vorleben. Diese Soli­da­rität gilt es auch, auf poli­ti­scher Ebene zu leben. Wir wollen die besten Voraus­set­zungen für alle Menschen schaffen und unsere Kommunen als Verant­wort­liche für die Daseins­vor­sorge in die Lage versetzen, in unsere Bildung, Infra­struktur und den Zusam­men­halt zu investieren.

Unsere Ziele:

  •     Bildung gemeinsam voran­bringen: Chancen für alle eröffnen und Voraus­set­zungen für die notwen­digen Trans­for­ma­tionen schaffen.
  •     Armut und Ausgren­zung bekämpfen: Ungleiche Verhält­nisse erfor­dern ungleiche Behandlung.
  •     Kommunen unter­stützen: Schul­den­abbau voran­treiben und bessere Finanz­aus­stat­tung ermöglichen.
  •     Häus­li­cher Gewalt den Kampf ansagen: Maßnahmen ausweiten, Daten analy­sieren und Fach­kräfte schulen.

Mehr Koope­ra­tion bei der Bildung

Der Bildungs­be­richt Ruhr 2024 zeigt die sehr ange­spannte Situa­tion der Bildung in unserer Region auf. Die Fort­füh­rung der Bildungs­be­richt­erstat­tung ist grund­le­gend für die evidenz­ba­sierte Steue­rung eines leis­tungs­fä­hi­geren Bildungs­sys­tems über alle Bildungs­be­reiche hinweg. Wir wollen die struk­tu­relle Vernet­zung der Bildungs­ein­rich­tungen und die Koor­di­na­tion der kommu­nalen Bildungs­büros und ‑netz­werke beför­dern und im Zusam­men­spiel zwischen Kommunen und der Ruhr­Futur gGmbH diese perspek­ti­visch zu einer regio­nalen Bildungs­agentur weiterentwickeln.

Gemeinsam gegen Armut und Ausgrenzung

In der Metro­pole Ruhr leben über 20 Prozent aller Menschen in Armut. Das können wir nicht hinnehmen! Um der struk­tu­rell verfes­tigten Ungleich­heit entge­gen­zu­wirken, brau­chen wir die gezielte, gemeinsam koor­di­nierte Verbes­se­rung der Betreu­ungs- und Bildungs­an­ge­bote. Soziale Ungleich­heiten werden sonst nicht verrin­gert, sondern repro­du­ziert und verstärkt, weshalb Unglei­ches ungleich behan­delt werden muss.

Die Zahl der Wohnungs­losen und Sucht­kranken ohne festen Wohn­sitz steigt seit Jahren rapide an. Gerade in Ballungs­räumen nutzen diese Menschen häufig Ange­bote und Einrich­tungen in anderen Städten. Wir Grüne fordern eine gemein­same Stra­tegie über Stadt­grenzen hinweg, um Menschen nicht der Würde­lo­sig­keit zu über­lassen. Einige Städte haben bereits gute Programme wie „Housing First“. Der Regio­nal­ver­band Ruhr muss sich dafür einsetzen, dass die Kommunen sich syste­ma­tisch über ihre Konzepte austau­schen und gemeinsam agieren.

Gewalt gegen Frauen bekämpfen

Wir müssen häus­li­cher Gewalt den Kampf ansagen! Dafür werden bereits Statis­tiken erhoben, doch das reicht nicht. Wir Grüne setzen uns dafür ein, dass – gemeinsam mit den Kommunen – die Zahlen für das Ruhr­ge­biet ausge­wertet und Maßnahmen bespro­chen werden, was gegen häus­liche Gewalt getan werden kann.

Schu­lungen für die Kommunen

Fach­per­sonal in den Kommunen muss regel­mäßig fort­ge­bildet werden. Der Regio­nal­ver­band Ruhr bietet bereits einige Formate an, bei denen Fachämter aus den Städten und Kreisen zusam­men­kommen und sich gemeinsam weiter­bilden. Diese Formate wollen wir Grüne nach den Bedürf­nissen der Kommunen ausbauen.

Eine Allianz für starke Kommu­nal­fi­nanzen bilden

Der Kommu­nal­fi­nanz­be­richt Ruhr hat gezeigt, dass viele Ruhr­ge­biets­kom­munen weiter unter einer hohen Schul­den­last leiden. Wir benö­tigen endlich eine Verbes­se­rung der kommu­nalen Finanz­aus­stat­tung durch eine Erhö­hung der Schlüs­sel­zu­wei­sungen. Darüber hinaus müssen die Kommunen in die Lage versetzt werden, u.a. stärker in Bildung und Infra­struktur inves­tieren zu können. Viele Kommunen im Ruhr­ge­biet sind hoch verschuldet. Wir Grüne fordern dennoch eine schnelle Ablö­sung aller Altschulden der Kommunen, damit sie wieder hand­lungs­fähig werden und inves­tieren können.

Wir Grüne wollen, dass der Regio­nal­ver­band sich dafür einsetzt, dass der ruinöse Wett­be­werb bei den Gewer­be­steuern zwischen den Kommunen deut­lich redu­ziert wird. Je reicher eine Kommune ist, umso gerin­gere Steuern kann sie erheben. Arme Kommunen stecken damit in einem Teufels­kreis. Das Ziel sollte ein einheit­li­cher Gewer­be­steu­er­satz in der Metro­pole Ruhr sein.

 

5. Für eine viel­fäl­tige Metro­pole und starke Kultur

Das Ruhr­ge­biet ist ein krea­tiver und kultu­reller Hotspot. Viel­falt und Krea­ti­vität prägen unsere Region. Unser Kultur­angebot soll Euch errei­chen. Darum stärken wir es.

Unsere Ziele:

  •     Kultu­relle Teil­habe für alle: Vergüns­tigte Kultur­ti­ckets für Menschen mit wenig Einkommen.
  •     Queeres Leben sichtbar machen: Mehr Unter­stüt­zung in den Städten und Kreisen.
  •     Groß­ver­an­stal­tungen nach­haltig gestalten: Die Ruhr Games und andere Events weiterentwickeln.
  •     Kreativ.Quartiere: Förde­rung nach­hal­tiger Quar­tiers­ent­wick­lung durch Kunst und Kultur.
  •     Tourismus und Kultur: Indus­trie­kultur mit Pop‑, Kunst- und Sport­events verknüpfen.
  •     Netz­werke ausbauen: Bessere Vernet­zung und Unter­stüt­zung für Kulturschaffende.

Inter­kultur Ruhr stärken

Inter­kultur Ruhr ermög­licht Räume zur künst­le­ri­schen Ausein­an­der­set­zung mit der kultu­rellen Diver­sität im Ruhr­ge­biet. Als Förderer, Koope­ra­ti­ons­partner und Veran­stalter leistet Inter­kultur Ruhr damit einen wich­tigen Beitrag für eine bunte und viel­fäl­tige Metro­pole Ruhr. Diese Arbeit wollen wir Grüne noch stärker fördern. Dazu gehört auch, den Förder­fonds Inter­kultur Ruhr aufzu­sto­cken, um dem wach­senden Bedarf gerecht zu werden.

Queere Szene stärken

Das Ruhr­ge­biet ist eine Keim­zelle der queeren Bewe­gung. Dennoch erfahren Akteur*innen und Vereine der LGBTQI*- Commu­nity insbe­son­dere in den eher länd­lich geprägten Räumen kaum bis keine Unter­stüt­zung. Das wollen wir Grüne ändern und queere Ange­bote stärken. Außerdem soll durch Vernet­zungs­for­mate der Austausch inner­halb der Szene sowie mit poli­ti­schen Akteur*innen inter­kom­mu­nale Syner­gien schaffen.

Sicherer Hafen für Geflüchtete

Migra­tion ist eine prägende Säule des Ruhr­ge­biets. Aus diesem Selbst­ver­ständnis heraus, sowie aus Soli­da­rität mit Menschen auf der Flucht, begrüßen wir die Entschei­dung vieler Städte und Gemeinden der Region, ein „sicherer Hafen“ zu sein. Wir Grüne setzen uns dafür ein, dass auch der Regio­nal­ver­band Ruhr an dieser Stelle mehr Verant­wor­tung über­nimmt und gewillte Kommunen bei der Koor­di­nie­rung unter­stützt. Außerdem wollen wir, dass der Regio­nal­ver­band als Zeichen der Soli­da­rität eine Paten­schaft für ein Seenot­ret­tungs­schiff übernimmt.

Kultu­relle Teil­habe für alle

Die Viel­falt an Kunst- und Kultur­ange­boten ist ein abso­lutes Allein­stel­lungs­merkmal, das es zu erhalten und fördern gilt. Kunst und Kultur sind wichtig für unsere Demo­kratie, sie bieten Möglich­keiten und Räume zur Ausein­an­der­set­zung und zur Verständigung.

Kultur trägt dazu bei, unsere Hori­zonte zu erwei­tern und neue Perspek­tiven auf uns und die Welt zu gewinnen. Wir Grüne halten es für wichtig, dass alle in unserer Gesell­schaft Zugang zu kultu­rellen Ange­boten haben. Leider ist das für viele im Ruhr­ge­biet nicht selbst­ver­ständ­lich. Projekte wie der Kultur​Pott​.Ruhr leisten bereits wert­volle Arbeit, um Menschen kultu­relle Teil­habe zu ermög­li­chen. Wir Grüne wollen sie weiter unter­stützen und darüber hinaus ein vergüns­tigtes Kultur­ti­cket für Menschen schaffen, für die Kultur bisher ein Luxus ist, den sie sich nicht oder nur sehr begrenzt leisten können.

Krea­ti­vität als Ressource

Die 16 Kreativ.Quartiere im Ruhr­ge­biet sind Vorbilder für nach­hal­tige Quar­tiers­ent­wick­lung durch Kunst und Kultur. Sie schaffen Raum für künst­le­ri­sche und krea­tive Milieus und beweisen, welche beson­dere Rolle die Krea­tiv­wirt­schaft für den nach­hal­tigen Struk­tur­wandel unserer Region spielen kann. Wir Grüne setzen uns deshalb für eine weit­rei­chende Förde­rung der Kreativ.Quartiere ein.

Kultur­för­de­rung – mehr Mittel für die regio­nale Kulturszene

Kunst und Kultur schaffen auf einzig­ar­tige Weise Verbin­dung und Iden­tität. In einer Metro­pole mit rund 5,2 Millionen Menschen spielen solche gemein­schafts­stif­tenden Projekte eine wich­tige Rolle.Die für die regio­nale Kultur­för­de­rung zur Verfü­gung stehenden Mittel können die Nach­frage nach Förde­rung aber bei Weitem nicht decken. Wir Grüne machen uns deshalb stark für mehr finan­zi­elle Mittel für die regio­nale Kulturszene.

Kultu­relle Leucht­türme erhalten -> ggf. kürzen

Im Ruhr­ge­biet gibt es Kultur­high­lights, die jähr­lich viele Besucher*innen anlo­cken. Dazu zählen die Ruhr­tri­en­nale und Urbane Künste Ruhr. Wir Grüne wollen diese Leucht­türme als zentrale Anker der Kultur­land­schaft erhalten. Außerdem machen wir uns dafür stark, dass bei ihrer Konzep­tion und Planung die Freie Szene und regio­nale Künstler*innen stärker einge­bunden werden.

Regio­nale Kultur­po­litik neu denken

Von Streetart bis Hoch­kultur bietet die Kunst- und Kultur­szene im Ruhr­ge­biet ein breit gefä­chertes Angebot. Um dieses stra­te­gisch und nach­haltig zu stärken, braucht es eine gemein­same Kultur­ent­wick­lungs­pla­nung für unsere Region. Wir Grüne wollen Ressourcen besser bündeln und Kultur­ange­bote gezielter fördern. Zusätz­lich können wir damit die Kommunen entlasten und für mehr Planungs­si­cher­heit im Kultur­be­trieb sorgen.

Kultu­relle Netz­werke ausbauen

Prekäre Beschäf­ti­gungs- und Einkom­mens­ver­hält­nisse gehören leider bei vielen Kultur­schaf­fenden zur Lebens­rea­lität. Der Austausch unter­ein­ander und mit poli­ti­schen Ebenen über Probleme und Sorgen ist deshalb essen­ziell. Wir Grüne machen uns für den Aus- und Aufbau von Netz­werken in den verschie­denen Kultur­sparten wie Foto­grafie, Film und Musik stark.

Kultur und Tourismus – eine gute Kombination

Ob Popstar­kon­zert oder Festi­val­wo­chen­ende – verschie­denste Groß­ver­an­stal­tungen ziehen tausende Besucher*innen in die Metro­pole Ruhr. Wir Grüne sehen an der Schnitt­stelle zwischen Kultur und Tourismus Ausbau­po­ten­zial. Durch gezielte Marke­ting­maß­nahmen wollen wir Syner­gie­ef­fekte stärker nutzen und Menschen für weitere touris­ti­sche High­lights wie die Indus­trie­kultur unserer Region begeistern.

Die Ruhr Games als inter­na­tio­nales Aushän­ge­schild stärken

Als Europas größtes Sport- und Kultur­fes­tival für Jugend­liche haben sich die Ruhr Games zu einem inter­na­tio­nalen Aushän­ge­schild entwi­ckelt. Als Publi­kums­ma­gnet bieten sie jungen Athlet*innen eine Platt­form, ihr Können zu zeigen und sich zu präsen­tieren. Wir Grüne wollen die erfolg­reich etablierte Marke weiter­führen und die Zusam­men­ar­beit mit dem Land NRW fortsetzen.

Metro­pole Ruhr als Austra­gungsort für Groß­ver­an­stal­tungen in Sport und Kultur

Als Austra­gungsort punktet das Ruhr­ge­biet mit der welt­of­fenen Menta­lität seiner Bewohner*innen und ihrer Begeis­te­rungs­fä­hig­keit. Wir Grüne wollen nach­hal­tige und trans­pa­rente Konzepte für Groß­ver­an­stal­tungen im Ruhr­ge­biet. Grund­lage dafür sollen gemein­same Ansätze sein, in denen unsere Städte und Kreise an einem Strang ziehen.

Groß­ver­an­stal­tungen sollen dazu dienen, die struk­tu­relle Leis­tungs­fä­hig­keit des öffent­li­chen Nahver­kehrs deut­lich zu stei­gern. Ökolo­gi­sche und soziale Aspekte müssen dabei genauso in die Planungen einbe­zogen werden wie finan­zi­elle Belastungen.