Regio­nal­plan Ruhr:
Was bisher geschah und wie es weitergeht

Erst­mals seit 1966 wird es einen einheit­li­chen Regio­nal­plan für das gesamte Ruhr­ge­biet geben. Regio­nal­pläne treffen Fest­le­gungen zur Entwick­lung, Ordnung und Siche­rung des Raumes – also stellen primär Flächen in einer Karte durch verschie­dene aktu­elle oder künf­tige Nutzungen dar. Die Kommunen können diese Flächen dann dementspre­chend entwi­ckeln. Aus dem Regio­nal­plan leiten sich die kommu­nalen Bauleit­pläne (Flächen­nut­zungs­plan und Bebau­ungs­plan) ab.

Die Vorar­beiten für den neuen Regio­nal­plan Ruhr star­teten im Jahr 2011 mit dem Regio­nalen Diskurs. Der Regio­nale Diskurs kann als fach­lich-poli­ti­scher Think­tank bezeichnet werden und war notwendig, weil das Ruhr­ge­biet in den vergan­genen Jahr­zehnten verlernt hat, plane­risch gesamt­re­gional zu denken. Mit dem Erar­bei­tungs­be­schluss des Regio­nal­plans Ruhr im Jahr 2018 ist die soge­nannte erste Offen­lage in die Wege geleitet worden. Die Stadt­ver­wal­tung, Natur­schutz­ver­bände, Bürger*innen und viele weitere Stellen waren während der ersten Offen­lage aufge­rufen, Eingaben zum Plan­ent­wurf zu geben. Denn einige Flächen­vor­schläge des RVR waren bei Natur­schutz­ver­bänden oder Bürger*innen vor Ort umstritten.

Der nun fertige zweite Plan­ent­wurf muss in eine erneute Offen­lage. Ab dem Jahres­wechsel bis voraus­sicht­lich März 2022 können wieder Eingaben zum Regio­nal­plan Ruhr gemacht werden. Diesmal sind Eingaben aber nur für geän­derte Flächen möglich.

Um die Grünen Rats­frak­tionen auf die zweite Offen­lage vorzu­be­reiten und um nach der Kommu­nal­wahl neue Planungspolitiker*innen in das Thema einzu­führen, hat in den letzten Wochen ein digi­tales Austausch­format statt­ge­funden. In rund einem Dutzend Terminen konnten wir inter­es­sante Einblicke in den aktu­ellen Stand des Regio­nal­plans Ruhr geben und selbst viel über kommu­nale Diskus­sion zu Flächen­ent­wick­lungen erfahren.