Umwelt und Klima

In der Metro­pole Ruhr sind schon jetzt viele Menschen von schlechter Luft, Verkehrs­lärm und Hitze betroffen – der Klima­wandel verschärft die Lage zusätz­lich. Um das zu ändern, beschäf­tigen sich im Ruhr­par­la­ment zwei Ausschüsse mit den Belangen des Umwelt- und Natur­schutzes in unserer Region: der Ausschuss für Klima, Umwelt und Ressour­cen­ef­fi­zienz (AKUR) sowie der Betriebs­aus­schuss Ruhr Grün (BA Ruhr Grün).

Wer vom Panora­ma­dach der Zeche Zoll­verein aus 45 Metern Höhe auf das Ruhr­ge­biet schaut, sieht man vor allem eins: sehr viel grün! Seit dem Ende der Montan­in­dus­trie hat sich im Revier einiges getan. Die Natur holt sich ihren Raum zurück und alte Indus­trie­stand­orte sind nun grüne Naherho­lungs­ge­biete. Mit weit mehr als 16.000 Hektar – ca. 22.400 Fuss­ball­felder – Wald und 98 Natur­schutz­ge­bieten braucht sich unsere Metro­pol­re­gion nicht zu verstecken.

Um viele dieser Flächen kümmert sich der RVR-Eigen­be­trieb Ruhr Grün. Seine rund 115 Beschäf­tigten pflegen Naherho­lungs­ge­biete, Natur­schutz­ge­biete, Seen, rekul­ti­vierte Berg­bau­folge- und Halden­land­schaften in der Metro­pole Ruhr. Neben der Bewirt­schaf­tung der Wald- und Grün­flä­chen im Besitz des RVR ist Ruhr Grün auch als Dienst­leis­tungs­un­ter­nehmen für Waldbesitzer*innen in der ganzen Region aktiv.

Was machen wir?

Zwischen dem AKUR und BA Ruhr Grün bestehen viele Schnitt­stellen. In beiden Ausschüssen sind umwelt- und klima­po­li­ti­sche Themen elemantare Bestand­teile. Deshalb tauschen sich unsere beiden Arbeits­kreise auf regel­mä­ßiger Basis mitein­ander aus und arbeiten beispiels­weise an gemein­samen Anfragen oder Anträgen.

Wofür stehen wir?

Klima­neu­trales Ruhr­ge­biet bis 2030

Die aktu­elle Situa­tion zeigt deut­lich, welche geopo­li­ti­schen und wirt­schaft­li­chen Risiken unsere Abhän­gig­keit von fossilen Ener­gie­trä­gern birgt. Deshalb ist es wich­tiger denn je, das Tempo beim Klima­schutz zu erhöhen und die Ener­gie­wende voran­zu­treiben. Dafür setzen wir uns weiterhin, auch bei poli­ti­schem Gegen­wind, entschlossen ein.

10 % Prozess­schutz­flä­chen in der Metro­pole Ruhr 

Der Beschluss der Verbands­ver­samm­lung vom 9. Dezember 2022, 6,5 Prozent der RVR-eigenen Wälder als Prozess­schutz­flä­chen aus der forst­li­chen Nutzung heraus­zu­nehmen, war ein wich­tiger Meilen­stein für den Umwelt­schutz und die Biodi­ver­sität im Ruhr­ge­biet. Für uns ist dies jedoch nur ein erster Schritt, dem weitere folgen müssen, um den Anteil der Prozess­schutz­flä­chen gemäß der über­ge­ord­neten Ziel­vor­gaben weiter zu erhöhen. Deshalb müssen Wege gefunden werden, dies unter Berück­sich­ti­gung der wald­struk­tu­rellen Rahmen­be­din­gungen in unserer Region zu gewährleisten.

Mehr Arten­viel­falt auf Flächen des RVR

Arten­viel­falt, auch Biodi­ver­sität genannt, bezeichnet die Viel­falt der Arten in einem bestimmten Ökosystem. Dies umfasst nicht nur die Anzahl der Arten, sondern auch ihre gene­ti­sche Viel­falt und ihre ökolo­gi­schen Inter­ak­tionen. Eine hohe Arten­viel­falt ist ein Indi­kator für ein gesundes und stabiles Ökosystem. Die Erhal­tung der Arten­viel­falt ist aus diesem Grund ein wich­tiges Ziel des Natur­schutzes. Der Verlust von Arten und deren Lebens­räumen kann die Stabi­lität von Ökosys­temen gefährden und somit auch Auswir­kungen auf den Menschen haben. Wir fordern deshalb ein umfas­sendes ökolo­gi­sches Control­ling, um einen Über­blick darüber zu erhalten, wie es um die Arten­viel­falt auf den Flächen des RVR steht. Ein spezi­fi­ziertes Ökolo­gi­sches Control­ling stellt somit sicher, dass sich die vorhan­denen ökolo­gi­schen Poten­ziale nach­haltig entfalten können.

Unsere Anträge und Anfragen

Hier findet ihr unsere Anträge und Anfragen, die wir im Ruhr­par­la­ment und den Fach­aus­schüssen gestellt haben.