
Das Ruhrgebiet entscheidet bis zum 19. April 2026 über eine gemeinsame Bewerbung der Region Rhein-Ruhr um die Ausrichtung der Olympischen und Paralympischen Spiele im Jahr 2036, 2040 oder 2044. Diese Entscheidung kann weitreichende Folgen haben und gilt gut abgewogen zu sein.
Daher hat die Grüne Fraktion im Ruhrparlament die Grünen Ratsfraktionen des Ruhrgebiets zum Kommunalforum „Perspektiven zu Olympia an Rhein und Ruhr“ eingeladen, um gemeinsam die Chancen und Risiken der Bewerbung in den einzelnen Kommunen zu beleuchten.
Die Bürger*innen entscheiden direkt per Ratsentscheid
Bochum, Dortmund, Duisburg, Essen, Gelsenkirchen, Herten, Oberhausen und Recklinghausen – das wären die Olympischen und Paralympischen Austragungsorte im Ruhrgebiet. Ob die Städte Teil der Bewerbung werden, entscheiden die Bürger*innen der jeweiligen Städte im Rahmen eines Ratsentscheids selbst mit JA oder NEIN.
Dieses basisdemokratische Verfahren befürworten alle Grünen Fraktionen deutlich.
Informationen aus erster Hand
Zu Beginn des Kommunalforums hat der Vorstandsvorsitzende des Landessportbundes NRW Dr. Christoph Niessen den Anwesenden die Bewerbung umfangreich vorgestellt und stand für alle kritischen Fragen persönlich Rede und Antwort. Mehrdad Mostofizadeh, der Fraktionsvorsitzende der Grünen Landtagsfraktion NRWs und Essener Bürger, hat die Olympia-Bewerbung politisch eingeordnet und die Vor- und Nachteile für das Ruhrgebiet erläutert. Die Sichtweisen aus den teilnehmenden Kommunen wurden im Anschluss samt Achtungspunkten von den entsprechenden Ratsmitgliedern geschildert, sodass der abschließenden Diskussion eine hohe Informationsfülle zugrunde lag.
JA zu demokratischen Spielen im Ruhrgebiet
Bei Olympia geht es um die Zusammenarbeit von Menschen aus vielen Ländern, um den friedlichen Wettstreit und um Miteinander und Menschlichkeit. Viele Olympische Spiele haben in Autokratien stattgefunden, das muss ein Ende haben. Es ist wichtig, dass Demokratien Spiele ausrichten, ohne Menschenrechtsverletzungen, ohne Freiheitseinschränkungen und ohne Korruption.
JA zu nachhaltigen Spielen im Ruhrgebiet
Olympische Spiele hatten häufig katastrophale Auswirkungen auf die Umwelt und die Menschen. Das Konzept für Olympische und Paralympische Spiele an Rhein und Ruhr setzt jedoch auf die größtmögliche Nachhaltigkeit! Nur in Köln wird ein neues Stadion gebaut mit dem olympischen Dorf, welches im Anschluss zu Wohnraum umgebaut wird. Im Übrigen werden die Spiele in den bereits bestehenden Stadien stattfinden. Dadurch entstehen keine olympischen Ruinen.
JA zu inklusiven Spielen im Ruhrgebiet
Olympia Rhein-Ruhr setzt einen großen Fokus auf Sportler*innen mit Behinderungen. Erstmalig sollen alle paralympischen Wettbewerbe in denselben Hallen und Stadien stattfinden wie die olympischen. Beispielsweise soll das olympische sowie das paralympische Klettern in der Schauinsland-Arena in Duisburg stattfinden.
Was hat das Ruhrgebiet davon?
Sportliche Wettkämpfe auf höchstem Niveau direkt vor unseren Haustüren bieten uns ein gesteigertes Veranstaltungssprogramm. Das stärkt den Tourismus zudem nachhaltig und unsere heimische Wirtschaft profitiert. Es wird keine Baustellen für Neubauten geben und Nahverkehrsprojekte werden beschleunigt. Mit der FISU haben wir gezeigt, dass wir internationalen Sportveranstaltungen gewachsen sind.
Was hat der Sport davon?
Durch den Bewerbungsprozess wird 2026 ein Förderprogramm für den Breitensport in Höhe von 600 Mio. Euro aufgelegt, die Förderung von Trainer*innen im Nachwuchssport wird verbessert und es werden für Übungsleitungen in Sportvereinen kostenlose Aus- und Fortbildungen angeboten. Wir wollen damit besonders den Vereinssport für Frauen und Mädchen stärken.
Wir empfehlen Ihnen:
Sagen Sie JA zu nachhaltigen, inklusiven und demokratischen Spielen im Ruhrgebiet.








