Radschnell­wege Ruhr: ein zweiter schneller Weg am Stau vorbei nimmt Fahrt auf

By 25. November 2016Allgemein
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Neben dem Radschnellweg Ruhr (RS1), der mitt­ler­weile auf dem Abschnitt zwischen der Univer­sität Essen und dem Mülheimer Haupt­bahnhof fertig­ge­stellt ist, nehmen die Planungen zu einem weiteren Radschnellweg im mitt­leren Ruhr­ge­biet an Fahrt auf. Dieser Radschnellweg soll zukünftig die Städte Essen, Bottrop und Glad­beck mitein­ander verbinden.

„Wir begrüßen, dass das Land NRW durch die Ände­rung des Straßen- und Wege­ge­setzes Verant­wor­tung für Planung, Bau und Unter­hal­tung von Radschnell­wegen über­nommen hat. Denn neben dem RS1 ist bereits ein weiterer Radschnellweg zwischen Glad­beck, Bottrop und Essen in Planung“, meint Martina Foltys-Banning, Grünes Mitglied im Planungs­aus­schuss des RVR. Mit ersten Ergeb­nissen der Planung ist im ersten Quartal 2017 zu rechnen. Dann wird der detail­lierte Tras­sen­ver­lauf inklu­sive mögli­cher Vari­anten und deren Vor- und Nach­teile sowie eine Nutzen-Kosten-Analyse in den Gremien des RVR vorge­stellt. Für die etwa 15 km lange Städ­te­ver­bin­dung setzt sich die Frak­tion der Grünen im RVR mit Nach­druck ein.

Darüber hinaus wurde das Projekt „RS1 als Inno­va­ti­ons­band für eine inte­grierte Stadt­ent­wick­lung“ beim Landes­wett­be­werb Stadt​Um​land​.NRW für die zweite Projekt­phase nomi­niert, in der mit Hilfe eines Planungs­büros ein umset­zungs­fä­higes Zukunfts­kon­zept erar­beitet werden soll. Im Fokus steht der Stadt­raum entlang des Radschnell­weges. Unter­sucht werden städ­te­bau­liche, ökono­mi­sche, ökolo­gi­sche und gesell­schaft­liche Poten­tiale, durch die sich der RS1 zu einem Band für Inno­va­tionen und neue Quali­täten entwi­ckeln kann. „Wir freuen uns über die Nomi­nie­rung, denn wir sind davon über­zeugt, dass vom Radschnellweg wich­tige Impulse auf die umge­bende Städte ausgehen. Da ist es nur folge­richtig ihn als Bestand­teil der inte­grierten Stadt­ent­wick­lung zu sehen.“

Die zweite Projekt­phase endet Anfang Mai 2017 mit einer 2. Jury­sit­zung. Die prämierten Preis­träger werden in beson­derer Weise in Förder­pro­grammen des MSWKS berück­sich­tigt und bei der Weiter­ent­wick­lung und Umset­zung der Projekte unterstützt.