GRÜNE im RVR: Radschnellweg mitt­leres Ruhr­ge­biet nutzt der Region

By 14. September 2018Allgemein

flickr by Fahr Rad (CC BY-ND 2.0)

Der Regio­nal­ver­band Ruhr (RVR) hat für den Radschnellweg mitt­leres Ruhr­ge­biet (RSMR) eine Nutzen-Kosten-Analyse in Auftrag gegeben. Der volks­wirt­schaft­liche Nutzen über­steigt die prognos­ti­zierten Kosten von knapp 39 Mio. € um das 1,64-Fache. Die auch unter­suchte Alter­na­tiv­trasse auf der ehema­ligen Zechen­bahn kommt nur auf ein Nutzen-Kosten-Verhältnis von 0,77 und ist somit volks­wirt­schaft­lich nicht sinnvoll.

Während der Radschnellweg Ruhr teil­weise bereits fertig ist und in vielen Abschnitten die Planungen weit fort­ge­schritten sind, werden nun die Planungen zum RSMR von Glad­beck über Bottrop nach Essen immer konkreter. „Die nun vorlie­gende Studie zum Nutzen-Kosten-Verhältnis des RSMR bestä­tigt die in Zusam­men­ar­beit mit der Stadt Bottrop erar­bei­tete Tras­sen­füh­rung zwischen den Sied­lungs­schwer­punkten, also unter anderem auf der Glad­be­cker Straße in Bottrop. Voraus­set­zung dafür ist natür­lich der Umbau der Straße entspre­chend der Stan­dards für Radschnell­wege. Ziel des Radschnell­wegs ist eine Verla­ge­rung der alltäg­li­chen Fahrten vom Auto auf das Fahrrad. An der Glad­be­cker Straße ist der Radschnellweg somit an der rich­tigen Stelle, da es hier viele Geschäfte gibt, die dann bequem und vor allem für alle Genera­tionen sicher mit dem Fahrrad zu errei­chen sind. Die unter­suchte Alter­na­tiv­route über die ehema­lige Bahn­trasse hat weit weniger Nutzer*innenpotenzial, ist aber als Frei­zeit­radweg sinn­voll. Hier ist am Wochen­ende sicher­lich Poten­zial zum Beispiel für Radtouren zum Tetra­eder“, sagt Ingrid Reuter, GRÜNES Mitglied im Planungs­aus­schuss des RVR.

Unter Einbe­zie­hung des Radschnell­wegs Ruhr ergibt sich sogar ein Nutzen-Kosten-Verhältnis von 2,0 für den RSMR. Eine posi­tive Netz­wir­kung allein dieser beiden Radschnell­ver­bin­dungen ist daher ableitbar. Von Glad­beck bis zum Anschluss an den Radschnellweg Ruhr in Nähe der Essener Innen­stadt sollen Radfahrer*innen dank des RSMR nur noch 52 Minuten brau­chen. Auf Teil­ab­schnitten werden bis zu 5.600 Radfahrer*innen pro Tag prognos­ti­ziert. „Das bedeutet eine spür­bare Entlas­tung der stau­ge­plagten B224, die kurz­fristig und kosten­günstig zu reali­sieren ist“, bewertet Ingrid Reuter abschlie­ßend die Vorteile des Radschnellwegs.

Radschnellweg an der Glad­be­cker Straße nutzt auch der Stadt Bottrop auf dem Weg zur Fahrradstadt

Auch die Bottroper Grünen zeigen sich sehr zufrieden mit dem Ergebnis der Nutzen-Kosten­ana­lyse. Roger Köllner, verkehrs­po­li­ti­scher Spre­cher, dazu: „Die Analyse zeigt deut­lich, dass der Radschnellweg über die Glad­be­cker Straße nicht nur der rich­tige Weg für nach­hal­tige Verkehrs­pla­nung in einer Groß­stadt, sondern auch noch der wirt­schaft­li­chere Weg ist. Für die Unter­nehmen vor Ort und für das Gesundheitswesen.

Die bevor­zugte RAG-Trasse der konser­va­tiven Parteien (SPD, CDU, ödp und FDP) wird nicht nur den erhofften Impuls für das Fahrrad verfehlen, sondern auch den Bürgern einen tiefen Griff in die Steuer-Tasche bescheren.

Die Inter­essen der fahr­rad­wil­ligen Pendler werden vernach­läs­sigt. Es ist noch ein langer Weg, den vielen fach­lich sehr verwir­renden bis falschen Aussagen, die die Stadt­ver­wal­tung bewusst oder unbe­wusst verbreitet hat, eine aufklä­rende Sach­lich­keit entge­gen­zu­stellen. Die Stadt sollte sich jedoch nicht scheuen vor Diskus­sionen, denn am Ende profi­tieren alle von dem Radschnellweg – Sicher­heit, Gesund­heit und Klimaschutz.“

 

Für Rück­fragen errei­chen Sie Ingrid Reuter unter Telefon 0231–4761141 und 

Roger Köllner unter 02041–5674865.