GRÜNE im RVR: Green­tech hat in der Metro­pole Ruhr gute Karten

By 5. März 2020März 26th, 2021Klima & Umwelt, Wirtschaft

Grüne Tech­no­lo­gien haben in der Metro­pole Ruhr gute Karten. Das wurde einmal mehr im Wirt­schafts­aus­schuss des Regio­nal­ver­bands Ruhr (3.3.2020) deutlich.

Oliver Weimann, Geschäfts­führer der ruhr:HUB GmbH erläu­terte auf Nach­frage der GRÜNEN, dass bereits 15 bis 20 Prozent der von der Gemein­schafts­in­itia­tive betreuten Star­tups derzeit im Bereich Green­tech tätig sind. „Auch die Perspek­tiven für die EU-Förde­rung und eine neue Studie zu den Zukunfts­po­ten­tialen der Region unter­strei­chen, dass Green Economy eine wich­tige Rolle für die Wirt­schafts­ent­wick­lung im Ruhr­ge­biet spielt“, stellt Sabine von der Beck, Frak­ti­ons­vor­sit­zende der GRÜNEN im Regio­nal­ver­band Ruhr, fest.

Wie Andrea Höber, Leiterin des EU-Refe­rats im RVR berich­tete, steht die Finan­zie­rung des EU-Budgets für die neue Förder­pe­riode 2021 bis 2027 noch nicht fest. Auch der Wegfall einzelner Förder­schwer­punkte ist noch möglich. Bei der entspre­chend nun einstimmig verab­schie­deten Stel­lung­nahme des Regio­nal­ver­bandes Ruhr wurde daher nun auch die Bedeu­tung von Förder­pro­grammen zur Verbes­se­rung der biolo­gi­schen Viel­falt, der grünen Infra­struktur im städ­ti­schen Umfeld und die Verrin­ge­rung der Umwelt­ver­schmut­zung betont. Diese Ziele gehören zu den Vorschlägen, die – so die gemeinsam im Wirt­schafts­aus­schuss beschlos­sene Stel­lung­nahme – „unbe­dingt in den Förder­ka­talog des EFRE NRW 2021–2027“ aufge­nommen werden sollten.  Ebenso befür­wortet wurden neben Infra­struktur- und Beschäf­ti­gungs­för­de­rungs­pro­jekten auch Förder­schwer­punkte für eine urbane CO2-arme Mobi­lität sowie die Weiter­ent­wick­lung der Kreis­lauf­wirt­schaft in der Metro­pole Ruhr als euro­päi­scher Modellregion.

„Im Ruhr­ge­biet sind Inno­va­tionen für eine grünere Wirt­schafts­weise seit Jahr­zehnten Teil des erfor­der­li­chen Struk­tur­wan­dels. Nicht umsonst beschei­nigt auch die neue IW/RUFIS-Studie zu den Zukunfts­po­ten­zialen der Region, die im Ausschuss vorge­stellt wurde, dass Wissen­schaft, Wirt­schaft und Anwen­dungen im Bereich Green­tech die erfor­der­liche Dichte für erfolg­reiche Green­tech-Cluster und eben auch für Star­tups aufweisen. Die Chancen, dass die Metro­pole Ruhr demnächst das Schmuddel-Image aus dem Kohlen­zeit­alter gegen das einer Modell­re­gion für grüne Inno­va­tionen tauschen kann, sind also durchaus realis­tisch“, bringt Sabine von der Beck die verschie­denen Entwick­lungen auf einen Nenner.