RVR-Haus­halt 2022: Ruhr-GroKo lehnt Anträge zur Stär­kung des Radver­kehrs ab

By 17. Dezember 2021Regionalplanung

Im Rahmen der aktu­ellen Haus­halts­pla­nung des Regio­nal­ver­bandes Ruhr (RVR) hat die Grüne Frak­tion zwei Anträge zur Stär­kung des Radwe­ge­kom­pe­tenz­zen­trums einge­bracht. Vorge­sehen waren die Entfris­tung sowie die Schaf­fung zusätz­li­cher Stellen. Mit den Stimmen von SPD und CDU hat das Ruhr­par­la­ment die Anträge abgelehnt.

„Das Ruhr­ge­biet hat beim Radver­kehr viel aufzu­holen! Mit ihrer Entschei­dung blockiert die GroKo drin­gend notwen­dige Fort­schritte“, sagt Patrick Voss, Frak­ti­ons­vor­sit­zender der Grünen im Ruhrparlament.

In seinem Konzept für das Regio­nale Radwe­ge­netz hat der RVR bereits 2018 einen großen Bedarf an Radschnell­wegen und weiteren städ­te­ver­bin­denden Radwegen im Ruhr­ge­biet fest­ge­stellt. Die Verwal­tung erar­beitet derzeit eine Umset­zungs­stra­tegie, die im nächsten Jahr vorge­stellt werden soll.

„Damit diese direkt und konse­quent umge­setzt werden kann, müssen wir jetzt zusätz­li­ches Personal aufbauen. Die GroKo verschenkt wert­volle Zeit, wenn erst nach Beschluss der Radwe­ge­prio­ri­sie­rung nach weiteren Planer*innen gesucht werden muss – die übri­gens auf dem Arbeits­markt Mangel­ware sind“, betont Patrick Voss.
„Außerdem ist uns wichtig, dass bestehendes Personal gehalten wird und das Fach­wissen dem RVR erhalten bleibt. Die GroKo ist leider nicht unserer Auffas­sung. Sie hält das neue Radwe­ge­kom­pe­tenz­zen­trum auf Sparflamme.“