Kultur wandelt Mobi­lität: Kommu­nal­forum zeigt Perspek­tiven für die Verkehrs­wende im Ruhrgebiet

By 14. September 2022September 26th, 2022Mobilität

Der Wandel gehört zum Ruhr­ge­biet – das hat es in der Vergan­gen­heit erfolg­reich bewiesen und daran gilt es in der Zukunft anzuknüpfen.

Die Grünen im Ruhr­par­la­ment konnten auf ihrem Kommu­nal­forum Mobi­li­täts­wandel durch Kultur viele Menschen aus der Region zusam­men­bringen, um über neue Ideen für die Mobi­li­täts­wende zu disku­tieren. Mit Kommunalpolitiker*innen und Aktivist*innen aus den Berei­chen Kultur, Mobi­lität und Stadt­pla­nung fand ein span­nender Austausch statt, dessen Ergeb­nisse nun in die weitere Arbeit der Ruhr­par­la­ments-Frak­tion einfließen.

Prof. Christa Reicher und Axel Biermann

Die Keynote Speaker*innen Prof. Christa Reicher (Lehr­stuhl für Städ­tebau und Entwerfen sowie dem Institut für Städ­tebau und euro­päi­sche Urba­nistik an der RWTH Aachen) und Axel Bier­mann (Ruhr Tourismus GmbH) haben gezeigt: Autos, LKW und weitere moto­ri­sierte Fahr­zeuge domi­nieren die Straßen in der Metro­pole Ruhr – es geht jedoch auch anders! Groß­städte wie Paris und Barce­lona zeigen – Kultur und Kunst können Trei­be­rinnen für die Gestal­tung und Umwid­mung von Verkehrsräumen und Regionen sein.

In mehreren Brea­k­outs haben die Teilnehmer*innen des Forums konkrete Perspek­tiven für den Mobi­li­täts­wandel in der Region erar­beitet: „Wir haben inno­va­tive Ideen gesam­melt, wie graue Straßen zu leben­digen Orten werden können“, sagt Sabine von der Beck, Vorsit­zende des Mobi­li­täts­aus­schusses des Ruhr­par­la­ments. „Tempo­räre Spiel­plätze auf Stra­ßen­kreu­zungen, Konzerte auf Auto­bahnen oder Kunst­ak­tionen in Stra­ßen­un­ter­füh­rungen helfen, altbe­kannte Verkehrsräume ganz anders für sich zu entde­cken und mit Spaß an der Verän­de­rung neu zu erobern.”

Brea­kout-Phase mit Hanna Sander und Anna di Bari

„Mit Kultur kann der Wandel der Mobi­lität ange­stoßen werden, Feste und Ereig­nisse können das Bewusst­sein dafür schärfen, dass Städte nicht dem moto­ri­sierten Verkehr gehören, sondern den Menschen. Daraus sollen dann auch lang­fris­tige Verbes­se­rungen entstehen. Auto­freie Innen­städte, Boule­vards für Menschen und Gastro­nomie können die Metro­pole Ruhr sehr berei­chern“, ergänzt Sabine von der Beck.

„Wir Grünen im Ruhr­par­la­ment sind sehr dankbar für die vielen, inno­va­tiven Ideen aus der Region und wollen nun für die Menschen im Ruhr­ge­biet daran weiter­ar­beiten. Kunst und Kultur können so viel beitragen, die Mobi­lität von Morgen zu berei­chern und zu verän­dern. Es ist unser Ziel, dass unsere Metro­pole Ruhr noch lebens­werter wird, für alle Menschen, egal ob jung oder alt, ob mit viel oder wenig finan­zi­ellen Mitteln“, verspricht Jörg Ober­einer, Vorsit­zender des Ausschusses für Kultur, Sport und Viel­falt im Regio­nal­ver­band Ruhr.