Bundes­fo­to­in­stitut: Grüne im Ruhr­par­la­ment bedauern Standortentscheidung

By 11. November 2022Allgemein

Verpasste Chance für den Kunst- und Kultur­standort Ruhr: Bundes­fo­to­in­stitut soll in Düssel­dorf ange­sie­delt werden

Wie gestern bekannt wurde, soll das Bundes­fo­to­in­stitut nach Einver­nehmen von Land und Bund in Düssel­dorf ange­sie­delt werden. Auf die Meldung aus Berlin reagieren die Grünen im Ruhr­par­la­ment enttäuscht. Sie hatten sich zuvor für Essen als Standort des Insti­tuts eingesetzt.

„Mit Bedauern nehmen wir die Entschei­dung des Bundes­haus­halts­aus­schusses zur Kenntnis“, sagt Frak­ti­ons­vor­sit­zende Birgit Beis­heim. „Es ist schade, dass die Bedeu­tung und Qualität der Kunst- und Kultur­schaf­fenden im Ruhr­ge­biet – trotz deut­li­cher Hinweise – von Land und Bund nicht erkannt wurden!“

Unter anderem hatte das Ruhr­par­la­ment bereits im September 2021 einstimmig eine Reso­lu­tion zum Bundes­fo­to­in­stitut verab­schiedet. Auch eine Mach­bar­keits­studie der Bundes­re­gie­rung sowie eine Exper­ten­kom­mis­sion wiesen Essen als idealen Standort aus.

„Es ist inak­zep­tabel, dass der Bund bei der Vergabe von Bundes­in­sti­tu­tionen das Ruhr­ge­biet seit Jahr­zehnten benach­tei­ligt. Als größter Ballungs­raum Deutsch­lands muss unsere Region bei Entschei­dungen von Bund und Land wieder ange­messen berück­sich­tigt werden“, betont Patrick Voss, Frak­ti­ons­vor­sit­zender der Grünen im Ruhrparlament.
„Insbe­son­dere die direkt­ge­wählten Abge­ord­neten von SPD und CDU müssen sich die Frage gefallen lassen, warum sie für die Region nur wenige Erfolge erzielen. Warme Worte und Sonn­tags­reden als Trost­pflaster reichen nicht aus.“