Weitere Fort­schritte beim Ausbau des Radschnell­wegs Ruhr

By 15. Dezember 2016Allgemein

Posi­tive Nach­richten auf Landes- und Bundes­ebene bringen die Planung und den Bau des Radschnellweg Ruhr (RS1) weiter voran. Der Bundes­ver­kehrs­we­ge­plan 2030 wurde Anfang Dezember durch das Bundes­ka­bi­nett beschlossen und beinhaltet ein weiteres posi­tives Signal in Rich­tung Radschnell­wege. Auf Initia­tive der Großen Koali­tion ist im Zuge der Haus­halts­be­ra­tungen im Bundestag beschlossen worden, dass ab dem Jahr 2017 für den Bau von Radschnell­wegen 25 Millionen Euro zur Verfü­gung stehen.

„Wir freuen uns sehr darüber, dass neben dem Land NRW zukünftig auch das Bundes­ver­kehrs­mi­nis­te­rium sich nun stärker am Bau von Radschnell­wegen betei­ligen wird“, sagt Martina Foltys-Banning, GRÜNES Mitglied im Planungs­aus­schuss des Regio­nal­ver­bandes Ruhr. Im Ergebnis wird durch die zusätz­lich zur Verfü­gung stehenden Bundes­mittel der Bau des Radschnellweg Ruhr beschleunigt.

Im Land NRW werden Radschnell­wege als soge­nannte Landes­rad­wege umge­setzt, was analog zu Landes­straßen bedeutet, dass die finan­zi­elle Verant­wor­tung voll­ständig beim Land liegt. Dies hat die Rot-Grüne Landes­re­gie­rung durch eine Ände­rung des Straßen- und Wege­ge­setzes umge­setzt. Die Verant­wor­tung für Planung, Bau und Unter­hal­tung von Radschnell­wegen liegt nun beim Landes­be­trieb Straßen.NRW.

Die neuen Entwick­lungen kommen auch dem Radschnellweg Ruhr zugute. Der bereits fertig­ge­stellte Abschnitt zwischen Essen Univer­sität und Mülheim Haupt­bahnhof wird derzeit – unter Mitfi­nan­zie­rung durch den Regio­nal­ver­band Ruhr (RVR) – über sein Westende hinaus durch die Mülheimer Innen­stadt und über die Ruhr bis zur Hoch­schule Ruhr West verlän­gert. Der Radschnellweg wird hier ausnahmslos auf der ehema­ligen Trasse der Rhei­ni­schen Bahn geführt, zwischen Mülheimer Haupt­bahnhof und Ruhr­brücke sogar auf einem 5m hohen Viadukt. Voraus­sicht­lich ab 2018 können insbe­son­dere Studie­rende dann zwischen der Hoch­schule Ruhr West und dem Essener Univer­si­täts­ge­lände den RS1 nutzen.

Zwischen Essen Univer­sität und der Stadt­grenze zu Bochum über­nimmt die Regio­nal­nie­der­las­sung Ruhr von Straßen.NRW Planung und Bau des RS1. Der 9,8km lange Abschnitt soll 19,1 Mio € kosten und wird ausschließ­lich auf alten Bahn­trassen geführt. Im Bereich des S‑Bahn-Halte­punktes Essen-Kray Nord verläuft der RS1 parallel zur bestehenden Bahn­trasse. Dabei werden auch alte Brücken und Unter­füh­rungen genutzt und ermög­li­chen so eine komplett kreu­zungs­freie Fahrt in diesem Abschnitt. Erste vorbe­rei­tende Arbeiten finden hier ab Februar 2017 statt.

Der bereits fertig­ge­stellte Teil des RS1 zwischen Essen Univer­sität und Mülheim Haupt­bahnhof wird durch den Regio­nal­ver­band Ruhr auf den Stan­dard für Radschnell­wege gebracht. Der RVR erle­digt dies als Auftrags­ar­beit für den Landes­be­trieb Straßen.NRW gegen Kosten­er­stat­tung. Hierzu erar­beitet der Landes­be­trieb Straßen.NRW eine Richt­linie mit bauli­chen Stan­dards wie zum Beispiel der Markie­rung, dem Oberbau, dem Quer­schnitt und der Beschil­de­rung und Beleuch­tung. Auch die neue Brücke über den Bert­hold-Beitz-Boule­vard am Krupp-Park soll nach diesen Stan­dards in einer Breite von sechs Metern gebaut werden. Der Baube­ginn für die neue Brücke wird im Jahr 2017 erfolgen. Nach Fertig­stel­lung durch den RVR wird die Brücke dann an den Landes­be­trieb Straßen.NRW übertragen.