RS1 schafft den Sprung über die Ruhr

By 16. Mai 2019Allgemein

flickr by Radschnellweg Ruhr (CC BY-NC-SA 2.0)

Am 15. Mai wurde in Mülheim der erste Abschnitt des Radschnellweg Ruhr (RS1) mit Radschnellweg-Stan­dard eröffnet. Der voll­ständig asphal­tierte Radschnellweg ist insge­samt 6,50 Meter breit – 4 Meter für den Radver­kehr und 2,50 Meter für Fußgänger*innen – und ist beleuchtet. Auch auf den anderen Abschnitten des RS1 gibt es Fort­schritte beim Bau oder der Planung.

„Der neue nur 1,2 Kilo­meter lange Abschnitt des RS1 in Mülheim ist der erste rich­tige Radschnellweg in Deutsch­land. Ohne Konflikte mit dem Fahr­zeug­ver­kehr können Radfahrer*innen in wenigen Minuten von der Hoch­schule Ruhr West bis zum Mülheimer Hbf fahren. Weiter geht es nahezu kreu­zungs­frei, aber noch nicht mit Radschnellweg-Stan­dard, bis zur Univer­sität Essen. Auf diesem Abschnitt wird das Upgrade zum Radschnellweg erst im Jahr 2021, zeit­gleich mit der Fertig­stel­lung der Brücke über den Bert­hold-Beitz-Boule­vard, folgen“, sagt Martina Foltys-Banning GRÜNES Mitglied im Planungs­aus­schuss des RVR.

„In Duis­burg wird mit dem Bau im ersten Abschnitt des RS1 zwischen der Stadt­grenze zu Mülheim und der Kolo­nie­straße kommendes Jahr begonnen. Weitaus schwie­riger gestaltet sich die Planung in Essen östlich der Univer­sität. Eine städ­te­bau­liche Verwer­tung des ehema­ligen Güter­bahn­hofs im Elting­viertel und der bestehende Gleis­an­schluss von Evonik Gold­schmidt sorgen für eine komplexe Konflikt­lage. Vor 2022 ist hier nicht mit ersten vorbe­rei­tenden Maßnahmen zu rechnen. Neben dem im Bau befind­li­chen Abschnitt am Lohr­hei­desta­dion in Watten­scheid wird der Baube­ginn auf den anderen Abschnitten sukzes­sive beginnen. Der allge­mein schlechte Zustand der Brücken­bau­werke wird aber zu Verzö­ge­rungen führen. In Bochum werden zuerst die west­lich der Innen­stadt gele­genen Abschnitte in Angriff genommen. Nächstes Jahr ist der Baube­ginn für das Teil­stück von der Stadt­grenze Gelsen­kir­chen bis zur Darpe­straße kurz vor der A40 geplant. In Dort­mund wird es erst im Jahr 2021 groß­flä­chig zu Bautä­tig­keiten kommen. Weiter west­lich im Kreis Unna und in Hamm verzö­gern umfang­reiche Plan­ver­fahren den Bau. Hier ist wahr­schein­lich nicht vor 2025 mit bauli­chen Maßnahmen zu rechnen. Insge­samt werden dieses und nächstes Jahr die Jahre der Spaten­stiche beim RS1 sein. Ein bis zwei Jahre später kommen wir dann in die heiße Phase der Eröff­nungen, berichtet Martina Foltys-Banning aus der Vorlage für den Planungs­aus­schuss des RVR.