Grüne im RVR: Starke Schiene für die Mobi­lität der Zukunft

By 27. September 2019Allgemein

Mit dem Regio­nalen Mobi­li­täts­ent­wick­lungs­kon­zept wird die Mobi­lität im Ruhr­ge­biet erst­mals über die Stadt­grenzen hinaus und zwischen den Verkehrs­trä­gern in den Blick genommen. Die Analyse brachte bereits wich­tige Erkennt­nisse zum Mobi­li­täts­ver­halten. Nun werden in der 2. Stufe des Mobi­li­täts­ent­wick­lungs­kon­zeptes Hand­lungs­an­sätze, Hand­lungs­op­tionen und Modell­pro­jekte vorgestellt.

Aus den rund 140 Hand­lungs­op­tionen wurden 23 Modell­pro­jekte mit großer Rele­vanz und hoher Umset­zungs­prio­rität ausge­wählt. Im Sinne einer Verkehrs­wende ist im Ruhr­ge­biet beson­ders der öffent­liche Nahver­kehr auf der Schiene zu stärken. „Zwölf der insge­samt 53 Kommunen im Ruhr­ge­biet haben keinen Bahn­an­schluss, obwohl teil­weise die Gleise noch dort liegen und von Güter­zügen befahren werden. Mit dem Modell­pro­jekt Städte an die Schiene – leis­tungs­fä­hige ÖPNV-Anbin­dung für Städte ohne Schie­nen­an­bin­dung soll geprüft werden, wie man diese zwölf Kommunen, ob mit der Bahn oder einem dicht getak­teten Schnellbus, wieder anbinden kann. Dass der öffent­liche Verkehr im Ruhr­ge­biet nur einen Anteil von 10 Prozent ausmacht, ist erschre­ckend niedrig und für eine Metro­pol­re­gion ein Weckruf. Für einen effi­zi­enten Nahver­kehr muss die Planung der Linien, aus einem Guss, durch den RVR kommen. Der Regio­nal­ver­band kann laut RVR-Gesetz die regional bedeut­same Verkehrs­ent­wick­lungs­pla­nung inklu­sive der Nahver­kehrs­pla­nung über­nehmen und das bishe­rige Klein-Klein in den kommu­nalen Nahver­kehrs­plänen über­winden“, sagt Ingrid Reuter, GRÜNES Mitglied im Planungs­aus­schuss des RVR.

Im Osten des Kreises Reck­ling­hausen verfügen die Städte Waltrop, Datteln und Oer-Erken­schwick nicht über einen leis­tungs­fä­higen Nahver­kehr in die Kreis­stadt oder ins nächste Ober­zen­trum Dort­mund. Ingrid Reuter, GRÜNE Frak­ti­ons­spre­cherin im Dort­munder Stadtrat, führt hierzu aus: „Eine Mach­bar­keits­studie zur Verlän­ge­rung der Stadt­bahn­linie U41 über Lünen-Brambauer hinaus nach Waltrop, Datteln, Oer-Erken­schwick bis Reck­ling­hausen wäre ein erster wich­tiger Schritt. In Reck­ling­hausen könnte die verlän­gerte U41 auf die eben­falls auszu­bau­ende Bochumer U35 treffen. Auch eine Reak­ti­vie­rung der soge­nannten Hamm-Oster­felder Bahn für den Perso­nen­ver­kehr zwischen Lünen und Reck­ling­hausen wäre zu prüfen. Der Nahver­kehr in der Region würde nach­haltig gestärkt und durch die Verkehrs­ver­la­ge­rung könnte man sich kosten­in­ten­sive Auto­bahn­aus­bauten sparen.“