Kunst-und Kultur­standort Ruhr stärken

By 6. Juli 2021Kultur & Sport
Zum ange­kün­digten Runden Tisch und dem Zusam­men­schluss von Düssel­dorf und Köln für ein Foto­in­stitut des Bundes erklärt die GRÜNE Frak­tion im Ruhrparlament:

„Es wird der Sache nicht gerecht, wenn nun aus dem Rhein­land das eigent­liche Ziel, mehr Aufmerk­sam­keit für Foto­grafie und Foto­kunst zu schaffen, von einer eitlen Stand­ort­de­batte über­la­gert wird”, so Patrick Voss, Frak­ti­ons­vor­sit­zender der GRÜNEN im Ruhr­par­la­ment. Die von derBun­des­re­gie­rung in Auftrag gege­bene Exper­ten­runde und die anschlie­ßende Mach­bar­keits­studie für das Deut­sche Foto­in­stitut hat sich eindeutig für den Standort Essen ausge­spro­chen. Frei nach dem Motto „was nicht passt, wird passend gemacht“ sucht Düssel­dorf nun den Schul­ter­schluss mit Köln, um Stand­ort­nach­teile auszu­glei­chen. Dabei bietet der Standort Essen mit der Folk­wang Univer­sität der Künste, dem Folk­wang Museum, dem Ruhr Museum sowie der Krupp-Stif­tung inmitten der Kultur­me­tro­pole Ruhr mit einer einzig­ar­tigen freien foto­gra­fi­schen Szene beste Voraussetzungen.
„Wir erwarten, von allen Betei­ligten, die inhalt­li­chen wie auch bauli­chen Argu­mente, die klar für den Standort im Ruhr­ge­biet spre­chen, auch zu respek­tieren. Der Essener Ansatz ist foto­gra­fisch breiter und der Standort Zoll­verein bietet weitaus mehr Erwei­te­rungs­mög­lich­keiten als der Standort am Düssel­dorfer Hofgarten”, erklärt Hanna Sander, kultur­po­li­ti­sche Spre­cherin der Frak­tion. „Jetzt braucht es eine einheit­liche und starke partei­über­grei­fende Posi­tion der Frak­tionen des Ruhr­par­la­ments für den Kunst- und Kultur­standort Ruhr”, so Sander. Kultur­mi­nis­terin Pfeiffer-Poensgen und Staats­se­kre­tärin Grütters
müssen nun versu­chen, die Inter­essen aller unter einen Hut zu bringen. Anstatt die Gräben zwischen Rhein­land und Ruhr­ge­biet zu vertiefen, sollten Über­le­gungen folgen, wie die Düssel­dorfer Initia­tive ebenso wie andere Foto­orte Deutsch­lands, beispiels­weise Hamburg, Berlin oder Köln in die Planungen des Bundes­fo­to­in­stitut am Standort Essen mit einbe­zogen werden kann.