Ruhr­par­la­ment beschließt Reso­lu­tion zur Trans­for­ma­tion der Baustoffnutzung 

By 17. Dezember 2021Allgemein

Verant­wor­tungs­voll mit endli­chen Ressourcen umgehen 

Auf Initia­tive der Grünen Frak­tion hat das Ruhr­par­la­ment am 17. Dezember eine Reso­lu­tion für eine Trans­for­ma­tion in der Baustoff­pro­duk­tion und ‑nutzung beschlossen. Gemeinsam fordern die Frak­tionen von Grünen, SPD, CDU, FDP und Die Linke den nord­rhein-west­fä­li­schen Landtag auf, eine verbind­liche Rohstoff­stra­tegie zu erarbeiten.

Der Bedarf an Rohstoffen für die Bauin­dus­trie ist enorm. Um ihn zu decken, werden endliche Ressourcen wie Kies und Sand auch in der Metro­pole Ruhr abge­graben. Die Abgra­bungs­menge gibt die Landes­re­gie­rung im Landes­ent­wick­lungs­plan vor.

„Der Kreis Wesel und das nörd­liche Ruhr­ge­biet sind durch die Abgra­bungen bereits heute stark in Mitlei­den­schaft gezogen. Vor Ort gibt es massiven Wider­stand, den wir wahr­nehmen und mit der Reso­lu­tion unter­stützen wollen. Das Ruhr­par­la­ment setzt hier ein wich­tiges Zeichen in Rich­tung Landtag: Die Ausbeu­tung der Rohstoff­vor­kommen ist mit irrever­si­blen Eingriffen in die Land­schaft verbunden und muss ein Ende haben“, erklärt Dr. Birgit Beis­heim, Frak­ti­ons­vor­sit­zende der Grünen im Ruhrparlament.
„Die Planungs­po­litik der schwarz-gelben Regie­rung hat den Abbau weiter entfes­selt. Deshalb fordern wir das Land auf, den Raubbau an der Natur zu stoppen und verbind­liche Vorgaben für einen verant­wor­tungs­vollen Umgang mit den natür­li­chen Ressourcen zu schaffen! NRW muss bundes­weit zum Vorbild für klima­scho­nendes und ressour­cen­ef­fi­zi­entes Bauen werden.“

Hierfür soll die Landes­re­gie­rung den poli­ti­schen Rahmen für eine Trans­for­ma­tion der Baustoff­pro­duk­tion und Baustoff­nut­zung setzen. Ziel muss eine Rohstoff­stra­tegie sein, die den Verbrauch von Kies und Sand spürbar reduziert.
Darüber hinaus fordert das Ruhr­par­la­ment das Land auf, Finanz­mittel für Baustoff­for­schung und ‑entwick­lung bereit­zu­stellen – insbe­son­dere auch für Recycling-Baustoffe.