Olym­pi­sche Spiele im Ruhr­ge­biet: Die Voraus­set­zungen müssen stimmen!

By 13. Juli 2017Allgemein

flickr by Alis­trair Ross (CC BY 2.0)

Das Ruhr­par­la­ment und der Landtag Nord­rhein-West­falen wünschen sich die Olym­pi­schen Spiele 2028 im Ruhr­ge­biet. Die Begeis­te­rung in der Metro­pole Ruhr ist schon zu spüren, aber bevor die Spiele an Rhein und Ruhr ausge­tragen werden können, braucht es umfas­sende Reformen und Konzepte.

Der olym­pi­sche Gedanke ist weiterhin groß und lässt die Augen vieler Menschen erstrahlen. Leider wird diese Begeis­te­rung aber immer wieder vom Inter­na­tio­nalen Olym­pi­schen Komitee miss­braucht“, meint Jörg Ober­einer, kultur­po­li­ti­scher Spre­cher der Frak­tion der GRÜNEN im Regio­nal­ver­band Ruhr. 

In den letzten Jahren ist das Inter­na­tio­nale Olym­pi­sche Komitee immer mehr in Verruf geraten. Doping­skan­dale, Korrup­tion und Gigan­tismus haben den Glanz der Spiele stumpf werden lassen. „Die Euphorie über Olympia in der Metro­pole Ruhr ist trotzdem zu begrüßen, aber ohne einschnei­dende Reformen beim IOC und die voll­stän­dige Aufklä­rung vergan­gener Skan­dale, werden Olym­pi­sche Spiele im Ruhr­ge­biet wohl nur ein schöner, aber illu­so­ri­scher Traum bleiben“, sagt Hiltrud Schmutzler-Jäger, sport­po­li­ti­sche Spre­cherin der GRÜNEN im RVR.

Wir GRÜNE wollen die Reform des IOC und die Nach­hal­tig­keit der Spiele zur Voraus­set­zung einer Bewer­bung für die Olym­pi­schen Spiele 2028 durch das Ruhr­ge­biet machen“, fordert Hiltrud Schmutzler-Jäger. „Die Kosten für die Spiele müssen trans­pa­rent gemacht werden und die Spiele müssen ausrei­chend finan­ziert sein, damit die Ruhr­ge­biets­städte nicht auf den Kosten sitzen bleiben, außerdem dürfen neue Spiel­stätten nicht in vorhan­dene Grün­flä­chen eingreifen. Die Frage nach einer ausrei­chenden verkehr­li­chen Infra­struktur stellt sich eben­falls“, meint Schmutzler-Jäger.

Nur unter diesen vielen noch unge­klärten Vorbe­din­gungen, könnten wir GRÜNE einer Bewer­bung des Ruhr­ge­biets für die Olym­pi­schen Spiele 2028 über­haupt zustimmen“, sagt Jörg Obereiner.