GRÜNE im RVR: RS1 soll bis Kamp-Lint­fort verlän­gert werden

By 30. April 2018Allgemein

E‑Radschnellweg_​Göttingen by Dirk Schmidt CC0 1.0

Der Regio­nal­ver­band Ruhr (RVR) entwi­ckelt derzeit ein Konzept für die Zukunft des Radver­kehrs in der Metro­pole Ruhr. Das bestehende Regio­nale Radwe­ge­netz soll dabei auf rund 1.900 Kilo­meter ausge­baut werden. Von Duis­burg über Moers nach Kamp-Lint­fort sieht der RVR Poten­zial für eine Radschnell­ver­bin­dung mit mehr als 2.000 Radfahrer*innen pro Tag.

Das künf­tige insge­samt 1.970 Kilo­meter lange Netz soll hier­ar­chisch nach den drei Kate­go­rien Radschnell­ver­bin­dungen, Radhaupt­ver­bin­dungen und Radver­bin­dungen aufge­baut werden. Davon sind für Regio­nale Radschnell­ver­bin­dungen eine Stre­cken­länge von rund 370 Kilo­me­tern, für Regio­nale Radhaupt­ver­bin­dungen von rund 760 Kilo­me­tern und für Regio­nale Radver­bin­dungen von rund 840 Kilo­me­tern geplant. Bis Ende dieses Jahres ist eine Evalu­ie­rung, Über­ar­bei­tung und Weiter­ent­wick­lung des Regio­nalen Radwe­ge­kon­zeptes in Zusam­men­ar­beit mit den Kommunen geplant. Neben der bekannten Planung des Radschnell­weges RS1 gibt es dann eine ergän­zende Planung des RVR mit Radschnell­ver­bin­dungen zwischen den Zentren im Ruhr­ge­biet. Vom Duis­burger Zentrum aus soll der Radschnellweg über die Schwa­nen­straße zur A40 geführt werden. Parallel zur Auto­bahn wird der Rhein über­quert bis in Höhe des Essen­berger Bruch­gra­bens. Dort wird über die Grenz­straße und Essen­berger Straße das Moerser Stadt­zen­trum ange­steuert. Auf der Essen­berger Straße sind die Quali­täts­stan­dards einer Radschnell­ver­bin­dung aber nur schwer umsetzbar. Nach alter­na­tiven Vari­anten wird bereits gesucht. Über die Klever und Rheurdter Straße soll der Radschnellweg in Rich­tung Kamp-Lint­fort geführt werden. Entlang der Repe­lener bzw. Kamper Straße und später der Moerser Straße geht es dann direkt in das Stadt­zen­trum von Kamp-Lint­fort. Unter anderem an der Kamper Straße müsste der bestehende Radweg auf 4,00m verbrei­tert und vom Gehweg getrennt werden, um die Quali­täts­stan­dards zu erfüllen.

Claudia Leiße, Frak­ti­ons­vor­sit­zende der GRÜNEN im Duis­burger Rat und Mitglied in der Verbands­ver­samm­lung des RVR erläu­tert weiter:
„Auch auf der neu gebauten Rhein­brücke Neuen­kamp soll der Radschnellweg nach Kamp-Lint­fort in Zukunft verlaufen. Hierfür ist die bisher geplante Breite von 2,75 m nicht ausrei­chend. Die Brücke ist aber das Herz­stück der Verbin­dung. Hier darf nicht zu Lasten des Rad- und Fußver­kehrs gespart werden. Das hat auch der Ausschuss für Wirt­schaft, Stadt­ent­wick­lung und Verkehr bereits im Februar zum Ausdruck gebracht. Die Planung ist also drin­gend anzu­passen. Wenn der Brückenbau auch noch Jahre in Anspruch nehmen wird, können doch wesent­liche Teile der RS1-Verlän­ge­rung vor der Landes­gar­ten­schau 2020 in Kamp-Lint­fort fertig­ge­stellt werden. Wichtig ist, dass alle Betei­ligten an einem Strang ziehen.“