GRÜNE im RVR sehen Olym­pia­be­wer­bung kritisch

By 25. September 2018Allgemein

flickr by Alis­trair Ross (CC BY 2.0)

Im Zusam­men­hang mit der privaten Bewer­bungs­in­itia­tive „Rhein Ruhr City 2032“ für olym­pi­sche Spiele im Ruhr­ge­biet sehen die GRÜNEN im RVR derzeit mehr Heraus­for­de­rungen als Chancen. Grund­sätz­lich wolle man das Verfahren auch weiterhin ergeb­nis­offen begleiten. Das ist das Fazit nach der letzten Sitzung des Kultur- und Sport­aus­schusses, bei dem die Fach­ver­wal­tung des RVR über den aktu­ellen Sach­stand informierte. 

Hierzu erklärt Hiltrud Schmutzler-Jäger, sport­po­li­ti­sche Spre­cherin der GRÜNEN im Regio­nal­ver­band Ruhr:

„Unsere Frak­tion hatte bereits im Juni dieses Jahres um weitere Infor­ma­tionen zum Bewer­bungs-verfahren gebeten. Insbe­son­dere inter­es­sieren uns die Einschät­zungen der Mitglieds­kör­per­schaften im RVR. Von den 53 ange­fragten Kommunen und Kreisen haben sich 19 über­haupt nicht gemeldet und weitere 8 planen nicht mit dem Gedanken, sich an olym­pi­schen Spielen aktiv zu betei­ligen. Die rest­li­chen Kommunen und Kreise seien ‚grund­sätz­lich inter­es­siert‘. Aus unserer Sicht klingt dies nicht unbe­dingt nach einer posi­tiven Grund­hal­tung für eine offi­zi­elle Bewer­bung zur Ausrich­tung olym­pi­scher Spiele.“

Zunächst aber müssten nach Einschät­zung der Grünen grund­sätz­liche Verän­de­rungen auch in Hinsicht auf Selbst­rei­ni­gung bei den Verbänden ange­stoßen werden. Auch das Thema Korrup­tions-bekämp­fung werde nur halb­herzig ange­gangen. Angaben zu Inves­ti­ti­ons­kosten, Zustand der Sport­stätten und ein Gesamt­kon­zept für die Metro­pol­re­gion würden fehlen. „Vor allem aber fehlt eine formelle Bewer­bung für die olym­pi­schen Spiele 2032 und der damit verbun­dene Start­schuss für konkrete Planungen beim RVR.“ so Schmutzler-Jäger weiter. In Punkto Mobi­lität sehen die Grünen eben­falls Klärungs­be­darf bei der Frage, wie Athlet*innen und Besucher*innen schnell und komfor­tabel zwischen den Spiel- und Wett­kampf­stätten pendeln können.

Jörg Ober­einer, stell­ver­tre­tender Ausschuss­vor­sit­zender erin­nerte noch­mals an eine grund­le­gende Verbes­se­rung des öffent­li­chen Nahver­kehrs im Ruhr­ge­biet. Wir Grünen haben immer betont,
wie drin­gend notwendig eine komfor­table und verläss­liche ÖPNV-Versor­gung ist. Diese muss deut­lich früher als 2032 und unab­hängig von der Olympia-Bewer­bung sicher­ge­stellt werden.“